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Alles, was Sie zum Thema Learning Management System (LMS) wissen sollten

Was in vielen Unternehmen längst Praxis ist, wird von anderen noch mit Skepsis betrachtet. Fakt ist: Im E-Learning liegt die Zukunft des innerbetrieblichen Lernens. 

Im Zuge der Corona-Pandemie sind immer mehr Unternehmen auch langfristig zum mobilen Arbeiten oder zu hybriden Arbeitsformen (halb Homeoffice, halb Präsenz im Büro) übergegangen. Doch nicht nur Firmen, die Anhänger des mobilen Arbeitens sind, haben das E-Learning eingeführt. Tatsächlich liegt es im Interesse der meisten Unternehmen, digitale und asynchrone Weiterbildungen anbieten zu können.

Eine Kultur des E-Learnings zu etablieren ist nicht ganz so einfach, wie schlicht Kurse im Online-Format zu geben. Wie erstellt man Fernschulungen? Welche Plattform eignet sich und wie lässt sich deren Effizienz messen?

Lernplattformen oder Learning Management Systems (LMS) sind die Grundlage für das E-Learning im Unternehmen. Sie benötigen ein LMS, um Kurse zu erstellen und zu verbreiten sowie um Ihren Weiterbildungskatalog zu verwalten. Doch was ist ein LMS? Und welches LMS passt am besten zu Ihrem Unternehmen?

In diesem Beitrag erfahren Sie alles, was Sie über LMS für Unternehmen wissen sollten. Außerdem zeigen wir Ihnen, wie Sie eine Lernplattform wählen, die optimal zu Ihrer Strategie für Personalentwicklung und Weiterbildung passt.

Was ist ein LMS?

Ein Learning Management System (LMS) ist eine Software, mit der Sie digitale Schulungsinhalte erstellen, verwalten und verbreiten können. Unternehmen nutzen LMS und die dazugehörigen Anwendungen, um ihre E-Learning-Programme zu verwalten. 

LMS tauchten erstmals in den 1990er Jahren im Bereich des Hochschulwesens auf. Die ersten Lernplattformen wie Blackboard und Moodle waren zu Beginn einfache Tools, die die Organisation von Online-Kursen durch einen Dozenten vereinfachten. Diese Art von Software war sehr simpel: Sie bestand hauptsächlich aus Kursmodulen und bot die Möglichkeit, eine Hausaufgabe zu hinterlegen. Die meisten Kurse waren zuvor aufgenommene Vorlesungen und schriftliche Kurse.

Anfang der 2000er-Jahre begannen Unternehmen, LMS zunächst einzuführen, dann anzupassen, um auf ihren Weiterbildungs- und Wachstumsbedarf angemessen reagieren zu können. Das LMS entwickelte sich vom wackeligen Online-Lernsystem zu einer umfassenden E-Learning-Plattform mit verschiedenen Funktionen wie der Kurserstellung, der Verwaltung und der Analyse. Heute stellen LMS in Unternehmen eine Aktivität von 2 Milliarden Euro dar, obwohl 79 % der Nutzer:innen nicht zum Bildungssektor gehören.

Wie funktioniert ein LMS?

LMS helfen den Verantwortlichen für Weiterbildung, den gesamten Schulungszyklus innerhalb eines Unternehmens zu verwalten. Es handelt sich dabei um ein grundlegendes Werkzeug für jedes Unternehmen, das ein umfassendes E-Learning-Programm bereitstellen möchte.

Unternehmen nutzen LMS, um Online-Weiterbildungskurse für ihre Angestellten zu gestalten. Einige LMS benötigen ein externes Gestaltungstool (Autoren-Tool) für die Erstellung von Kursen. Bei anderen Anbietern können Sie Ihre Kurse direkt auf der Plattform erstellen.

Wer profitiert von einem LMS?

L&D-Teams verwenden LMS, um Kurse für Mitarbeiter:innen zu speichern, zu organisieren und je nach Bedarf zu verteilen. Auf der anderen Seite können die Angestellten den Schulungen folgen und über die Benutzeroberfläche des LMS Kommentare abgeben. Mit einem guten LMS können die Administratoren die Fortschritte der Angestellten verfolgen, Analysen ansehen und ihre Schulungsprogramme verändern, um eine optimale Wirksamkeit zu erreichen.

Personalentwickler:innen verwenden darüber hinaus LMS, um Schulungsprogramme innerhalb des Unternehmens zu verwalten. Sie weisen den Nutzern und Nutzerinnen verschiedenen Rollen und Rechte zu, um Dozenten und Lernende zu managen. Die Administratoren organisieren Kurse pro Thema oder erstellen spezifische Bereiche, für die sich die Angestellten anmelden können (beispielsweise ein Produkttraining für die Produktmanager oder ein Vertriebstraining). Sie können anschließend den Fortschritt jedes und jeder Angestellten mitverfolgen und Rückmeldungen von ihnen erhalten.

Welche Vorteile hat ein Learning Management System?

Ein LMS kann zu Beginn kostspielig erscheinen, wenn Sie gerade erst begonnen haben Ihre Online-Schulungen zu organisieren. Doch die Investition zahlt sich aus: Es ist keine spezielle Weiterbildungsabteilung notwendig, um ein LMS in vollem Umfang nutzen zu können. Ein gutes LMS, insbesondere eine Plattform für Collaborative Learning, ermöglicht es jedem und jeder Einzelnen im Unternehmen, Kurse zu erstellen und zu teilen.

Ein LMS ist bei Weitem das effizienteste Mittel, um Fernschulungen zu verwalten. Das gilt sowohl im Vorfeld für die Administratoren als auch im Nachgang für die Lernenden. Die heutigen Ad-hoc-Lösungen wie Video-Tutorials auf YouTube, Lehrmaterialien sowie Webinare haben ihre Grenzen. Obwohl Sie damit bestimmte Informationen teilen können, schaffen Sie es auf diese Weise niemals, ein umfassendes und strukturiertes Weiterbildungsprogramm zu erstellen. Sie gewinnen an Glaubwürdigkeit, wenn Sie von einfachen Online-Trainings zu einem echten digitalen Schulungsprogramm übergehen.

Dank eines LMS können die Weiterbildungsbeauftragten schnell komplette Kurse erstellen – ohne die Hilfe eines Software-Entwicklers. Alle wichtigen Informationen werden zentral an einem Ort gespeichert, sodass die Mitarbeiter:innen leicht finden, was sie benötigen. Da die Lernmodule veränderbar sind und unbegrenzt weiterverwendet werden können, passt sich dieses System mühelos an das Wachstum Ihres Unternehmens an.

Ein LMS macht die Kurse schlagkräftiger und vereinfacht ihre Nutzung. Mit einem Learning Management System greifen Ihre Teams überall und jederzeit auf den Weiterbildungskatalog zu und können in ihrem eigenen Tempo lernen. Je leichter Sie den Zugang zu den Online-Kursen gestalten, umso müheloser werden Ihre Teams den Kursen folgen.

Gleichzeitig können die Administratoren das Interesse überprüfen, das diese Kurse erzeugen, und sehen, ob sich die Mitarbeiter:innen tatsächlich die zur Verfügung stehenden Ressourcen zunutze machen. Durch Backend-Analysen und die Kommentare, die von denselben Mitarbeitenden hinterlassen wurden, kann die Qualität und die Nützlichkeit der Kurse sichergestellt werden. Falls notwendig, können die Kurse überarbeitet werden.

E-Learning ermöglicht es zudem, den internen Wissensschatz zu bewahren: Wenn Mitarbeiter:innen ihre Expertise in einem Online-Kurs teilen, bleibt sie dort auch nach ihrem Ausscheiden aus dem Unternehmen.

Lesen Sie auch: 15 Fragen, die Sie sich stellen sollten, bevor Sie eine LMS-Software auswählen.

Was Sie bei der Wahl eines LMS beachten sollten | 360Learning

Checkliste: Was Sie bei der Wahl eines LMS beachten sollten

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Ein gutes LMS, insbesondere eine Plattform für Collaborative Learning, ermöglicht es jedem und jeder Mitarbeiter:in im Unternehmen, Kurse zu erstellen und zu teilen.

Warum sollten Sie sich für ein LMS entscheiden?

Die Verwendung eines LMS zur Erstellung von E-Learning-Programmen sichert die Schulung und fördert die Weiterentwicklung aller Mitarbeiter:innen. Zudem ermöglicht ein LMS:

  • die Zufriedenheit der Mitarbeiter:innen zu erhöhen: Es ist angenehmer, E-Learning-Programmen zu folgen als an langatmigen Vorlesungen teilzunehmen. Die Studie 2020 #VyondTheSurface über das Verhalten am Arbeitsplatz hat gezeigt, dass 51 % der Angestellten das angeleitete Online-Selbststudium vor einer Weiterbildung durch einen Dozenten bevorzugen.
  • Mitarbeitende zu binden: Der Zusammenhang zwischen Karriereentwicklung und Mitarbeiterbindung ist gut belegt. Laut dem LinkedIn-Bericht von 2020 über das Lernen am Arbeitsplatz haben 94 % der Angestellten erklärt, dass sie länger in einem Unternehmen arbeiten würden, wenn es in ihre Karriereentwicklung investierte. Angestellten zu helfen, neue Kompetenzen zu erwerben und sich am Arbeitsplatz weiterzuentwickeln ist ein ausgezeichnetes Mittel, um Ihr Engagement ihnen gegenüber zu beweisen.
  • die Eingliederung ins Unternehmen zu erleichtern: Das Onboarding ist eine bedeutende Etappe in der Integration neuer Mitarbeiter:innen. Es verleiht dem Leben in Ihrem Unternehmen ein Gesicht und hilft dabei, die neuen Angestellten einzugliedern und zu motivieren. Studien haben gezeigt: Ein optimales Onboarding erhöht die Wahrscheinlichkeit um 69 %, dass Angestellte mindestens drei Jahre im Unternehmen verbleiben.
  • die Aufnahme von Informationen zu erhöhen: E-Learning gibt den Angestellten mehr Kontrolle über ihre Lernentwicklung. Sie können sich Zeit lassen, um komplexe Konzepte zu erlernen oder zu vorhergehenden Modulen zurückkehren und diese erneut zu bearbeiten, falls notwendig. Das Research Institute of America hat festgestellt, dass E-Learning die Informationsaufnahme von 25 auf 60 % erhöht.
  • die Kosten für Weiterbildung und Entwicklung zu reduzieren: Ein LMS ist eine Investition in die zukünftige Fortbildung in Ihrem Unternehmen. Obwohl die Kosten zu Beginn hoch erscheinen können, ist es wesentlich günstiger, unbegrenzt verfügbare Online-Kurse zu erstellen, als persönliche Schulungen zu organisieren. Zahlreiche große Unternehmen haben mit dem Übergang zu einem E-Learning-Modell Tausende, wenn nicht sogar Millionen Euro gespart.
  • den Teamgeist zu stärken: E-Learning kann als einsame Tätigkeit wahrgenommen werden. Mit den neuen Plattformen für Collaborative Learning werden die Angestellten in den Prozess zur Bedarfsermittlung von Weiterbildungen sowie in die Erstellung von Kursen eingebunden. Darüber hinaus werden sie ermutigt Feedback zu geben.
  • den ROI (Return of Investment) für Weiterbildungsprogramme zu verbessern: Mit einem LMS können Sie die Wirksamkeit verschiedener Bildungsprogramme messen. Verbessern Sie die Programme, um die höchste Rentabilität zu erreichen. Einige LMS umfassen Schnittstellen für Ihre Tools (wie Salesforce oder SAP), damit Sie den direkten Zusammenhang zwischen Ihrer Weiterbildung und Ihren Geschäftsergebnissen sehen können. Dank dieser Daten können Sie Ihre Lernmittel effizienter verteilen und Ihr Weiterbildungsbudget optimieren.

Die Einführung eines E-Learning-Programms bedeutet nicht unbedingt, dass Sie alle persönlichen Weiterbildungen stoppen müssen. Zahlreiche Unternehmen verfolgen den Ansatz des Blended Learning: Sie vermischen persönliche Trainings mit einem Online-Weiterbildungskatalog.

94 % der Angestellten sagen, dass sie länger in einem Unternehmen arbeiten würden, wenn dieses in ihre Karriereentwicklung investierte. (Quelle: LinkedIn)

Für welche Anwendungsfälle lohnt sich ein LMS?

Die meisten Unternehmen nutzen ein LMS, um Standard-Schulungen für ihre Angestellten zu erstellen. Doch die Möglichkeiten eines Learning Management System gehen weit darüber hinaus. Im Folgenden zeigen wir Ihnen, wie Sie mit E-Learning die Weiterbildungsprogramme in Ihrem Unternehmen verbessern können:

  • Empfang und Integration: Wie weiter oben erwähnt, wird ein solider Onboarding-Prozess in Ihrem Unternehmen den Ton angeben und die Eingliederung der Angestellten vereinfachen. Wenn die neuen Mitarbeiter:innen selbstbewusster und besser vorbereitet sind, entwickeln sie sich unter optimalen Bedingungen. Laut Glassdoor erhöht eine erfolgreiche Integration die Bindung neuer Mitarbeiter:innen um 82 % sowie die Gesamtproduktivität um 70 %.

    Auf eine optimale Eingliederung zu achten, ist umso wichtiger, wenn das mobile Arbeiten die Regel ist und die Angestellten nicht die Möglichkeit haben, sich mit anderen direkt auszutauschen und von ihnen zu lernen. Ein solider und umfassender Onboarding-Prozess aus der Ferne kompensiert dieses Kommunikationsproblem. Er garantiert zudem, dass die Mitarbeiter:innen motiviert sind und effizient arbeiten.
  • Verbesserung der digitalen Kompetenzen: Laut einem Bericht von IBM müssten mehr als 120 Millionen Berufstätige aus allen Branchen im Laufe der nächsten drei Jahre umgeschult werden, um mit den Fortschritten in der Automatisierung und der künstlichen Intelligenz Schritt zu halten. E-Learning-Programme sind eines der rentabelsten Mittel, um technische Profile in digitalen Technologien weiterzubilden.
  • Soft-Skills-Training: Soft Skills gehören zu den Kompetenzen, die am schwierigsten zu vermitteln sind. Mit einem Learning Management System ist es nun möglich Kurse zu erstellen, die sich mit Konfliktlösung, Leadership, Zeitmanagement-Methoden usw. beschäftigen.
  • Sales Enablement: Die Verkaufsteams profitieren vom Onboarding an über ihre gesamte berufliche Laufbahn im Unternehmen von einer vertiefenden Schulung zu den Produkten. LMS werden immer häufiger verwendet, um im Vertrieb auszubilden, auch aus der Ferne.
  • Training zu Compliance-Standards: Ein LMS ist ideal, um die Mitarbeiter:innen in Compliance zu schulen. So lassen sich die Verantwortung und die Risiken des Unternehmen verringern. Kurse, beispielsweise zu Arbeitssicherheit, Mobbing und Diversität, reduzieren die Risiken und fördern eine gelassenere Arbeitsumgebung.
  • Weiterbildung von Kunden: Ihre Schulungsangebote sind nicht nur auf die Mitarbeiter:innen in Ihrem Unternehmen begrenzt. Einige Firmen verwenden ihr LMS, um ihre potenziellen Kunden zu schulen, neue einzuarbeiten oder sogar Bestandskunden mit neuen Funktionen vertraut zu machen. 

Mehr als 120 Millionen Berufstätige aus allen Branchen müssen im Laufe der nächsten drei Jahre umgeschult werden (Quelle: IBM).

Welche Typen von LMS gibt es?

Parallel zu den Learning Management Systems sind ähnliche Schulungslösungen entstanden. Einige haben dieselben Vorteile wie LMS, andere dienen einem gänzlich anderen Ziel. Die verwendeten Abkürzungen sind oftmals verwirrend: LMS, TMS, LXP usw. Es ist notwendig, ihre jeweiligen Unterschiede zu kennen, um ein System zu wählen, das am besten Ihren Anforderungen entspricht.

LMS: Learning Management System 

Wie weiter oben beschrieben, ist ein Learning Management System eine Verwaltungssoftware für E-Learning-Programme. Diese Plattformen sind eine hochqualitative Lösung, um Kurse zu erstellen, zu verwalten und zu verbreiten. Moodle, Coursera, Blackboard und Adobe Captivate sind Beispiele für traditionelle LMS.

LMS sind der Ursprung aller anderen E-Learning-Lösungen. Mit der Weiterentwicklung von Wissenschaft und Technologie rund um das E-Learning sind andere Arten von Systemen entstanden.

LXP: Learning Experience Platform

Mit einer Learning Experience Platform (LXP, manchmal auch LEP genannt) können Kurse für Mitarbeiter:innen auf engagierende und interaktive Weise verbreitet werden. LXP haben viele Gemeinsamkeiten mit LMS (und zahlreiche neue LMS haben integrierte LXP-Lösungen), doch oftmals benötigen Sie für eine optimale Lernerfahrung beide Systeme. LinkedIn Learning, Degreed und Docebo sind Beispiele für LXP-Lösungen.

Ein LXP personalisiert die Lernerfahrung der Mitarbeitenden. Die Weiterbildung wird nicht vom Administrator vorgeschrieben, sondern die Angestellten entdecken und wählen selbst die Kurse, die sie interessieren. Es handelt sich dabei um Kurse on-demand. Was Netflix für Serien ist, sind diese Kurse für Weiterbildungsmodule. 

Traditionelle LMS wurden nicht als mitarbeiterorientierte Systeme geschaffen. Ihr Ziel war es, die Verwaltung und Verbreitung von Kursen für die L&D-Abteilungen zu vereinfachen. LXP bieten den Lernenden dagegen eine bessere Erfahrung. Auf diesen autonomen Portalen können die Nutzer:innen die Inhalte visualisieren und mit ihnen interagieren. Sie zeichnen sich durch eine intuitive Konzeption, interaktive Funktionen und einen On-demand-Zugang für E-Learning-Inhalte aus.

Lesen Sie auch: LMS, LXP, Talentmanagement-Software oder Lernplattform – was ist die richtige Wahl?

LMS vs. LXP
Vergleich LMS / LXP. Quelle: Josh Bersin

Kurz gesagt: Unternehmen verwenden ein LMS, um Inhalte zu erstellen und zu teilen. Mitarbeiter:innen nutzen im Gegensatz dazu ein LXP, um diese Inhalte zu entdecken.

Plattform für Collaborative Learning

Diese Plattformen sind eine neue Art E-Learning-Software, die den Lernpfad dezentralisieren und eine gleichberechtigte Lernumgebung fördern. 360Learning ist eine Plattform für Collaborative Learning.

Eine Plattform für Collaborative Learning geht also noch weiter: Sie dezentralisiert den Lernprozess, nimmt den Druck von den Weiterbildungsbeauftragten und gibt den Mitarbeitenden die Möglichkeit ihren Bedarf zu äußern und selbst Kurse zu erstellen. So ist es viel einfacher, passende Ressourcen für die Mitarbeiter:innen zu identifizieren und ihnen zur Verfügung zu stellen. 

lms collaborative learning | 360learning
LMS versus Plattformen mit Collaborative Learning

Traditionelle LMS und LXP binden für die Kurserstellung nur die HR-Abteilungen ein. Plattformen für Collaborative Learning ermöglichen es dagegen jedem und jeder Angestellten, Schulungsinhalte zu erstellen. Einige Mitarbeiter:innen identifizieren einen besonderen Schulungsbedarf und fragen ihn an, andere melden sich freiwillig, um auf diesen Bedarf zu reagieren und passende Kurse zu erstellen. Die Administratoren helfen dabei, den Bedarf nach Prioritäten zu sortieren und überwachen die Qualität der Kurse, während die Coaches individuelle Lernpfade erstellen.

LMS und LXP basieren auf traditionellen pyramidalen Herangehensweisen, vom Manager zum Angestellten. Eine Plattform für Collaborative Learning ist umgekehrt ausgerichtet und dadurch schneller, relevanter und effizienter. Das Konzept der kontinuierlichen Wiederholung ist in den kollaborativen Lernprozess integriert. Mitarbeiter:innen fragen Schulungsinhalte an, erstellen neue Kurse und hinterlassen Kommentare zu den Kursen. Das führt zu einem weitaus stärkeren Engagement und einer höheren Abschlussquote, die bei rund 90 % liegt. Insgesamt lernt das Unternehmen schneller und effizienter.

Moderne Learning Management Systems dienen nicht nur dazu Kurse zu erstellen und zu verbreiten. Sie vereinfachen vor allem die Gestaltung von E-Learning-Programmen und bieten eine einzigartige Lernerfahrung.

LMS vs. TMS: Training Management System

Der Unterschied zwischen einem Learning Management System und einem traditionellen Training Management System (TMS) ist subtil und dennoch entscheidend.

TMS werden nicht dazu genutzt, um E-Learning-Programme zu organisieren, sondern eher, um die Weiterbildungspraktiken im Backoffice für persönliche Schulungen oder Online-Kurse mit einem Dozenten zu optimieren. Diese Art von Software wird verwendet, um Kurse zu planen sowie die Logistik (Anmeldungen, Bestätigungen usw.) oder E-Commerce-Daten zu verwalten. Wenn Sie Webinare für Kunden organisieren, hilft Ihnen ein TMS bei der Verwaltung. GoToTraining, SkyPrep und LearningCart sind Beispiele für TMS.

TMS unterscheiden sich in diesem Punkt stark von LMS, mit denen asynchrone E-Learning-Programme verwaltet werden können. Es ist ein schmaler Grat, aber sofern Sie keine persönlichen Schulungen mit einem Dozenten planen, werden Sie wahrscheinlich kein TMS benötigen.

Wie finde ich das ideale LMS?

Die Wahl eines LMS kann komplex sein. Wie können Sie Ihre Suche angesichts hunderter unterschiedlicher Optionen auf dem Markt einschränken?

Wir haben die entscheidenden Faktoren zusammengetragen, die Sie bei Ihrer Wahl berücksichtigen sollten. Konzentrieren Sie sich auf die Funktionen, die dem Weiterbildungsbedarf in Ihrem Unternehmen am besten entsprechen. Und so können Sie suchen:

Eigenschaften preisgekrönter LMS:

  • Eine intuitive Benutzeroberfläche: Ein LMS wird Ihre Teams nicht überzeugen, wenn es ohne Unterstützung zu komplex und zu kompliziert ist. Finden Sie ein LMS mit einer benutzerfreundlichen Oberfläche, sowohl für die Erstellung von Kursen auf Seiten der Administratoren als auch für die Nutzer:innen, die nach Kursen suchen.  
  • Feedback geben: Einige Teile eines Kurses sind manchmal überflüssig, enthalten Ungenauigkeiten oder Fehler. Die Teammitglieder sollten daher die Möglichkeit haben, darauf aufmerksam zu machen oder um Unterstützung zu bitten.  
  • Kurserstellung: Wenn Sie keine:n pädagogische:n Gestalter:in und das Budget für ein Tool zur Kurserstellung zusätzlich zu Ihrem LMS haben, dann suchen Sie ein LMS, mit dem Sie Schulungsinhalte direkt auf der Plattform erstellen können. Bevorzugen Sie einen Editor ohne Code, mit dem Sie Inhalte einfach per Drag&Drop einfügen können.
  • Hosting in der Cloud: Einige Großunternehmen nutzen noch die Netzwerkspeicherung. Cloud-basierte LMS sind dagegen weitaus flexibler, denn die Mitarbeiter:innen können von jedem Ort aus darauf zugreifen, ohne eine bestimmte Software herunterladen zu müssen.
  • Peer Learning: Collaborative Learning bietet zahlreiche praktische Vorteile. Idealerweise sollte das LMS Tools bereitstellen, mit denen die Teammitglieder ihre Kenntnisse teilen und gemeinsam lernen können. Das ist durch Funktionen wie Diskussionsforen, Peer-Reviews und die gemeinsame Kurserstellung möglich.

Funktionen eines Learning Management System

Jedes LMS bietet eine einzigartige Auswahl an Funktionen. In der nachfolgenden Liste finden Sie die häufigsten Funktionen, nach denen Sie suchen sollten:

  • Analyse und Reporting: Um Ihre Kurse zu verbessern und sie effizienter zu gestalten, helfen Ihnen Performance-Analysen zu Engagement und Abschlussquoten. Die Berechnungen unterstützen Sie auch dabei, bessere Berichte zu erstellen, die den kontinuierlichen Einsatz des LMS rechtfertigen. Die Einbindung von Drittanwendungen kann Ihnen dabei helfen, die Rentabilität (ROI) der Weiterbildungen aufzuzeigen. Beispielsweise können Sie Ihr CRM (Customer Relationship Management) an Ihr LMS anbinden, um zu schauen, wie die Schulungen Ihre Ergebnisse langfristig beeinflussen.  
  • Für mobile Endgeräte optimierte Inhalte: Ihre Mitarbeiter:innen nutzen immer häufiger ihr Smartphone, um auf die Online-Kurse zuzugreifen. So können sie von überall aus lernen. E-Learning-Inhalte im Responsive Design oder die Möglichkeit, über eine App auf die Online-Schulungen zuzugreifen, sind entscheidend. 34 % der Unternehmen, die von der Association for Talent Development befragt wurden, entwickeln derzeit Möglichkeiten zum mlearning (“mobile learning” für “mobiles Lernen”). Entdecken Sie, wie Sie die Chancen des mobilen Lernens bestmöglich nutzen können.
  • Gamification: Fördern Sie das aktive Lernen durch spielerische Erfahrungen und erhöhen Sie so die Abschlussquote Ihrer Kurse. Moderne LMS bieten beispielsweise die Möglichkeit, dass die Lernenden im Wettbewerb gegeneinander antreten, Simulationen durchführen oder Rätsel lösen.
  • Kundenservice: Ihr LMS kann noch so intuitiv sein, an einem bestimmten Punkt werden Sie Unterstützung benötigen. Wählen Sie daher ein LMS mit Support (Telefon, Live-Chat usw.) und prüfen Sie, ob die Öffnungszeiten des Kundenservice für Sie passen.
  • Integrationen: Einige LMS lassen sich in andere Tools einbinden, damit Sie Ihre Workflows nahtlos gestalten können. Sie können ein Tool zur Erstellung von Videos oder Animationen einbinden, um Ihre Kurse dynamischer zu gestalten. Oder Sie verbinden Ihr LMS mit einem HR-Tool, um die Aufnahme und Integration neuer Mitarbeiter:innen zu vereinfachen.
  • Verschiedene Formate: Inhalte, die zu 100 % aus Text bestehen, sind langweilig. Bei den meisten LMS können Sie Videos, PowerPoint-Präsentationen, Webinare, Audiodateien, Dokumente zum Download oder sogar Virtual und Augmented Reality (VR, AR) einbauen.
  • Künstliche Intelligenz / Personalisierung: Einige LMS nutzen künstliche Intelligenz, um Kurse anhand von Dokumenten zu erstellen oder um Schulungsempfehlungen und Lernpfade zu personalisieren.
  • Kompatibilität mit SCORM / Tin Can: Traditionelle LMS erfordern das Eingreifen der Schulungsteams, um Inhalte basierend auf SCORM zu erstellen. Das bedeutet: Der Kurs muss oftmals mithilfe eines getrennten Autoren-Systems erstellt und anschließend ins LMS hochgeladen werden. Mit den neuen LMS und Tools zur Online-Zusammenarbeit können Sie Ihre Kurse vollumfänglich auf der Plattform erstellen.
  • Ko-Kreation: Diese Funktion ermöglicht es mehreren Mitgliedern eines Teams gemeinsam an der Erstellung einer kompletten Schulung zu arbeiten.
  • Echtzeit-Feedback: Einige LMS bieten die Option, am Ende eines Kurses seine Meinung zu äußern. Das ist ein guter Anfang, aber diese Form ist nicht die effizienteste, um nuancierte Kommentare zu den Inhalten der Schulung zu erhalten. Mit einem LMS, das spontane Kommentare zu jedem Modul der Schulung ermöglicht, können Sie bessere Inhalte erstellen.

Was kostet ein LMS?

Die meisten LMS-Anbieter folgen dem SaaS-Modell (“Software as a Service” – Software als Dienstleistung). Hier zahlen die Unternehmen je nach Nutzung monatlich. Bei diesem Modell können die Anbieter ihre Preisstufen auf unterschiedliche Weise festlegen:

  • Kostenlos (Open Source): Kostenfreie LMS, wozu Moodle und Canvas gehören. Die meisten dieser Lösungen wurden von den Gemeinschaften aufgebaut, die sie nutzen, und sind nun für die breite Öffentlichkeit zugänglich. Sie besitzen häufig keine der zuvor genannten Eigenschaften, können aber personalisiert werden, wenn Sie in Ihrem Team eine:n kompetente:n Software-Entwickler:in haben.
  • Freemium: Die grundlegende Nutzung des Dienstes ist gratis, sie wird jedoch kostenpflichtig, wenn Sie weitere Nutzer:innen oder Funktionen hinzufügen möchten. 
  • Nutzerbasierte Zahlung: Sie zahlen je nach Nutzeranzahl. Das kann zehn oder mehrere tausend Mitarbeiter:innen betreffen.
  • Kursbasierte Zahlung: Sie zahlen je nach Anzahl der Kurse, die Sie starten.
  • Einmalige Lizenzkosten: Statt monatlich zu zahlen, kaufen Sie eine Lizenz und können die Software damit unbegrenzt nutzen. Diese Kosten können sich von einigen tausend Euro auf bis zu mehr als 20.000 Euro belaufen.

Plattformen für Collaborative Learning: die Zukunft der LMS?

ine Plattform für Collaborative Learning hebt die Weiterbildung auf eine neue Stufe, indem sie die Vorteile der persönlichen Schulung mit denen der Online-Zusammenarbeit verbindet. Sie dezentralisiert den Weiterbildungsprozess.

Unternehmen fällt es oftmals schwer, in Anbetracht der schnellen technologischen Fortschritte und des hohen Bedarfs an der Entwicklung neuer Fähigkeiten ihre Weiterbildungsprogramme aktuell zu halten. Deshalb wenden sich immer mehr Firmen von den bestehenden LMS ab und wählen integrierte Weiterbildungslösungen, die Lernerfahrungen mit einer stärkeren Zusammenarbeit bieten.

Die Vorteile des Collaborative Learning sind beträchtlich. Indem Sie den Lernbedarf auslagern, können Sie passendere und relevantere Kurse erstellen. Da die Lernenden zugleich die Rolle der Studierenden und der Lehrenden einnehmen, zeigen sie mehr Engagement und Verantwortung. Kurse werden schneller erstellt, da die meiste Arbeit intern erledigt wird. Sie werden fortlaufend entsprechend den Kommentaren der Lernenden erneuert. So bleiben sie über einen weitaus längeren Zeitraum aktuell und relevant.

Ein LMS hilft Ihnen dabei, Ihre Mitarbeiter:innen weiterzubilden. Eine Plattform für Collaborative Learning unterstützt Sie dabei, eine allgemeine Lernkultur in Ihrem Unternehmen zu erschaffen.

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