digitales Lernen
Training & Learning

Digitales Lernen: Was es ist und warum sich deutsche Unternehmen damit befassen sollten.

Laut einer Studie der Fosway Group aus dem Jahr 2020 gaben 82 % der befragten europäischen Personalentwickler:innen an, dass die Nachfrage nach digitalem Lernen in Unternehmen gestiegen ist. Darüber hinaus berichteten 71 %, dass das Thema für ihre Mitarbeiter:innen von Interesse ist.

Während die Umstellung auf vollständig online verfügbare Lernressourcen zunächst nur dazu diente, das Bestehen der Unternehmen während der Corona-Lockdowns zu sichern, stellen E-Learning und andere digitale Methoden für die Personalentwicklung heute eine Grundlage dar, um Lernende in ihrer Entfaltung und Weiterentwicklung zu unterstützen.

Mit einem soliden Verständnis dafür, was digitales Lernen ist (und was nicht) und welche Vorteile die verschiedenen Methoden bietet, haben Sie die Möglichkeit, strategisch jene Lernmedien zu wählen, die Ihre Lernenden mit ihren individuellen Schulungszielen am besten unterstützen – ganz unabhängig davon, wo und wann sie arbeiten.

In diesem Artikel werden wir uns damit befassen, was digitales Lernen genau ist, wie Ihre Teams davon profitieren können und welche fünf wichtigen digitalen Lernmethoden Sie in Ihre L&D-Strategie miteinbeziehen sollten.

Digitales Lernen vs. E-Learning 

Digitales Lernen ist ein Schulungsansatz, der auf der Nutzung einer digitalen Plattform basiert, auf der Schulungsinhalte für Lernende zur Verfügung gestellt werden. Obwohl digitales Lernen häufig mit „E-Learning“ gleichgesetzt wird, erachten wir Ersteres als deutlich weitreichender. Digitales Lernen umfasst jegliche Arten des Lernens, die mit der Nutzung von Technologien einhergehen. Dabei kann es sich um Videos, interaktive Spiele, Diashows, Podcasts und vieles mehr handeln. 

E-Learning ist hingegen eine spezielle Form des digitalen Lernens, nämlich anhand strukturierter Online-Kurse. Betrachten Sie digitales Lernen quasi als Mutterkonzern und E-Learning als eine seiner zahlreichen Tochtergesellschaften. 

Welche Vorteile bietet also digitales Lernen und was sollten Sie bei der Einführung eines digitalen Schulungskonzepts beachten?

Sie möchten sich eingehender mit digitalen Lernlösungen befassen? Dann erfahren Sie in dieser praktischen Checkliste, was Sie bei der Investition in eine Lernplattform beachten sollten.

Was Sie bei der Wahl eines LMS beachten sollten | 360Learning

Checkliste: Was Sie bei der Wahl eines LMS beachten sollten

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Welche Vorteile bietet digitales Lernen für Ihre Mitarbeitenden?

Im Vergleich zu herkömmlichem Lernen im Rahmen von Präsenzveranstaltungen bietet digitales Lernen den Mitarbeiter:innen die nötige Flexibilität und Personalisierung, um das erlernte Wissen besser behalten und einen größeren Mehrwert für das Unternehmen schaffen zu können.

Zeitersparnis und Wissenserhalt

Laut einer Studie von 360Learning aus dem Jahr 2022 haben knapp 40 % der deutschen Angestellten keine Zeit für das Lernen am Arbeitsplatz. Digitales Lernen erleichtert es den Lernenden, Schulungen in Form von Microlearning (z. B. kurze Quizfragen oder Videos) häppchenweise in ihren Zeitplan einzubauen. Diese Mini-Einheiten helfen den Lernenden zudem dabei, die Informationen auch wirklich zu behalten, statt sich nur durch ewig lange Kapitel zu quälen.

Flexibilität und Zugänglichkeit

Mithilfe von digitalem Lernen bestimmen Ihre Mitarbeiter:innen ihr eigenes Lerntempo selbst und entscheiden frei darüber, wann und wo sie lernen möchten. Dies bietet Lernenden aller Qualifikationsniveaus und Hintergründe die Möglichkeit, ihre Karriere auf die für sie bestmögliche Weise voranzubringen. Ein solcher technologiegestützter Ansatz fördert eine Kultur des kontinuierlichen Lernens.

Personalisierung

Digitales Lernen unterstützt L&D-Abteilungen dabei, maßgeschneiderte Lernpfade und -inhalte zu erstellen, die darauf ausgerichtet sind, bestehende Qualifikationslücken zu schließen und relevante Bereiche für die jeweilige berufliche Laufbahn zu fördern. Durch die Bereitstellung der wichtigsten Informationen erhalten die Mitarbeiter:innen genau das, was sie benötigen, um ihre Ziele ohne Umschweife zu erreichen. Und je öfter Ihre Mitarbeiter:innen auf geeignete Schulungsangebote zurückgreifen können, desto engagierten werden sie sein.

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Unternehmens-ROI

Digitales Lernen erfordert zwar eine Vorabinvestition in die technische Ausstattung, kann sich aber auf lange Sicht als wesentlich kostengünstiger erweisen als teure Schulungen oder Tools. Laut einer Studie des CIPD (englischer Verband für Fachkräfte im Bereich Personalmanagement) investierte die US-Marine beispielsweise 1,28 Millionen US-Dollar in Virtual-Reality-Schulungen und erzielte damit einen ROI von 2,96 Millionen US-Dollar durch „vermiedene Kosten“. 

Digitales Lernen macht es zudem einfacher, die von den Mitarbeiter:innen tatsächlich gewünschten Fortbildungskurse anzubieten – ein Schlüsselfaktor bei der Reduzierung kostspieliger Burnout-Fälle und Personalfluktuation .

Widmen wir uns nun den Vorteilen der wichtigsten digitalen Lernmethoden.

Digitales Lernen: Die 5 wichtigsten Methoden

Der Ansatz für digitales Lernen in Ihrem Unternehmen richtet sich nach den Zielen Ihres L&D-Teams und Ihrer Mitarbeiter:innen. Diese fünf grundlegenden Formen des digitalen Lernens dienen jeweils einem bestimmten Zweck. Sie lassen sich beliebig miteinander kombinieren, um eine optimale personalisierte Lernerfahrung zu gestalten.

Wenngleich wir für jede der fünf digitalen Lernmethoden bestimmte Anwendungsfälle ausgewählt haben, hängt die beste Kombination der Methoden jedoch immer vom spezifischen Lernbedarf einer jeden Person und jedes Teams ab.

1. E-Learning

Definition: E-Learning vermittelt Lernenden neue Konzepte und Fähigkeiten anhand von im Voraus erstellten digitalen Kursen auf einer Plattform.

Vorteile: E-Learning-Kurse helfen Lernenden dabei, sich in einem bestimmten Bereich umfassende Kenntnisse in einem für sie geeigneten Tempo anzueignen. Definierte Kurspläne für alle Funktionen sorgen dafür, dass alle auf dem gleichen Stand sind. Darüber hinaus können Sie eine große Menge an Kursdaten sammeln, die Ihnen aufzeigen, in welchen Bereichen die Stärken und Schwächen Ihrer Lernenden liegen. Diese Erkenntnisse helfen Ihnen bei der Gestaltung zukünftiger Schulungsmaterialien.

Am besten geeignet für: offizielle Zertifizierungskurse, technische Themen und Onboarding.

2. Mobiles Lernen

Definition: Als mobiles Lernen werden digitale Schulungen bezeichnet, die über ein Mobilgerät, z. B. ein Smartphone, erfolgen.

Vorteile: Mithilfe von mobilem Lernen sparen L&D-Abteilungen Zeit und Geld, da Sie mit einem digitalen Tool, das die Mitarbeiter:innen bereits besitzen, vorhandenes Schulungsmaterial in neue, ansprechende Microlearning-Einheiten verwandeln können. Mitarbeiter:innen, die möglicherweise im Außendienst oder unterwegs lernen müssen, haben jederzeit Zugriff auf Mobiltelefone. Verschiedene Apps ermöglichen eine besonders kreative Gestaltung der Kurse. So lassen sich z. B. Gamification-Elemente einbinden, mit denen das Lernen zum Vergnügen wird. 

Am besten geeignet für: Microlearning, Unternehmens-Updates und Sales Enablement.

3. Social Learning

Definition: Social Learning orientiert sich an der Interaktivität von Social-Media-Plattformen und ermöglicht es den Nutzer:innen, während des Lernprozesses auf einer menschlicheren Ebene miteinander in Kontakt zu treten. Dieses aktive Lernmodell umfasst die Möglichkeit, Posts von Kolleg:innen zu liken und darauf zu reagieren, einen Live-Chat für Fragen und Antworten, transparente Foren für Programmfeedback und wettbewerbsorientierte Gamification-Elemente. 

Vorteile: Social Learning bringt ein Gemeinschaftsgefühl und Spaß in die Lernumgebung, wodurch die Teilnahmebereitschaft der Mitarbeiter:innen steigt. Auf diese Weise können zudem Lernende im Homeoffice leichter eingebunden werden und Sie können die Meinung der Lernenden zu den Programmen anhand ihrer geteilten Reaktionen und Feedbacks leichter einschätzen. Somit steigt die Zufriedenheit und das Engagement der Lernenden, während gleichzeitig die Zusammenarbeit und das Vertrauen zwischen den Teammitgliedern gefördert wird.

Am besten geeignet für: Gruppendiskussionen und Themen, die viele Fragen aufwerfen.

4. Blended Learning

Definition: Beim Blended Learning werden sowohl synchrone (zur gleichen Zeit stattfindende) als auch asynchrone (zu unterschiedlichen Zeiten stattfindende) digitale Schulungen miteinander kombiniert, wobei der Schwerpunkt auf Vielfalt und Flexibilität im Lernprozess liegt.

Vorteile: Mitarbeiter:innen können am herkömmlichen Lernen in Echtzeit teilnehmen und erhalten sich gleichzeitig die Unabhängigkeit, zu lernen, was und wann sie wollen. Blended Learning bietet selbstverständlich die Möglichkeit, die Lerntools zu variieren, von lebhaften Gruppendiskussionen über kurze Videos bis hin zu Modulen und In-App-Spielen. Auf diese Weise werden mehr Mitarbeiter:innen mit verschiedenen Lernstilen und unterschiedlicher Zeiteinteilung unterstützt.

Am besten geeignet für: Kundenservice-Schulungen, Onboarding und Teams in unterschiedlichen Zeitzonen.

5. Collaborative Learning

Definition: Collaborative Learning ist eine Schulungsmethode, bei der die Mitarbeiter:innen ihre Kenntnisse und ihr Fachwissen austauschen. Sie bringen einander etwas bei und lernen gleichzeitig voneinander. Gruppenbasiertes Lernen bereichert die Schulungserfahrung, indem man sich die Fähigkeiten, Ideen und das interne Know-how aller Mitarbeiter:innen zunutze macht.

Vorteile: Collaborative Learning umfasst viele Vorteile der anderen Formen des digitalen Lernens. Es fördert ein tieferes Gefühl der Verbundenheit und Teamarbeit unter den Mitarbeiter:innen und beteiligt sie stärker an den Entscheidungen über die Themen und die Richtung der digitalen Schulungsinhalte. Auf diese Weise werden die Lernenden dazu ermutigt, verantwortlich zu handeln. Darüber hinaus wird dem Gefühl der Isolation, das im Homeoffice leicht entstehen kann, vorgebeugt. 

Die Kurse werden zudem auch deshalb relevanter und ansprechender, da sie direkt von Menschen mitgestaltet oder erstellt werden, die mit der Arbeit in ihrem Alltag vertraut sind (Expert:innen). Außerdem besteht die Möglichkeit, kontinuierlich Feedback zu den Kursen zu geben. 

Am besten geeignet für: Peer-to-Peer-Learning, Managerschulungen und Onboarding.

Erleichtern Sie den Zugang zu digitalem Lernen mithilfe einer kollaborativen LMS-Plattform

Ganz gleich, für welche digitalen Lernmethoden Sie sich entscheiden – die Bereitstellung Ihrer digitalen Lernressourcen an einem einzigen Ort wird Ihnen (und Ihren Mitarbeiter:innen) das Leben wesentlich erleichtern. Aus diesem Grund ist die Investition in ein kollaboratives Learning Management System bei der Planung oder Verwaltung eines umfangreichen Kursangebots von entscheidender Bedeutung. In dieser praktischen Checkliste erfahren Sie, was Sie bei der Investition in eine Lernplattform beachten sollten.

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