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Mitarbeiter schulen: Diese 3 Faktoren verändern die betriebliche Weiterbildung für immer

Die Art, wie Unternehmen heute ihre Mitarbeitenden schulen und weiterentwickeln ändert sich aktuell fundamental. Vorbei sind die Zeiten, als Personalentwickler:innen Schulungen mit einer Handvoll Methoden und Formate gestalten, planen und vermitteln konnten.

Mitarbeiter:innen haben mehr Einfluss als je zuvor auf das Lernen und die eigene berufliche Weiterentwicklung. Traditionellen Schulungseinheiten wurden zugunsten von Microlearning abgeschafft – mundgerechte Inhalte, die während der Arbeit “serviert” werden.

All diese Veränderungen kommen zu einem Zeitpunkt, zu dem die Abteilungen für Personalentwicklung so viel Einfluss und so hohe Budgets wie nie zuvor haben. Dadurch stehen sie unter einem höheren Druck, den Nutzen kontinuierlicher Weiterbildung nachzuweisen. Mit einem Platz am Tisch der C-Suite ist zu erwarten, dass die Mitarbeiterschulung eine bedeutende Rolle im Wachstum des gesamten Unternehmens spielen wird.

Damit Unternehmen in Zukunft am Markt bestehen, müssen Personalentwickler:innen die Strategien der betrieblichen Weiterbildung verändern. Das bedeutet, sie einer verwandelten, flexibleren Arbeitswelt anzupassen und zugleich die Mitarbeitenden zu berücksichtigen, die anders heute anders lernen und wachsen als früher.

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1. Hybride Arbeitswelten sind der neue Standard

Schon 2021 haben viele Unternehmen ihre Versuche, Vollzeit ins Büro zurückzukehren, verzögert und einige von ihnen haben sich entschieden, das hybride Arbeiten als Standard einzuführen. Aus einer Studie des Fraunhofer-Instituts für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO) geht hervor, dass die Mehrheit der Arbeitnehmer:innen auch nach der Pandemie mindestens teilweise aus dem Homeoffice arbeiten möchten. Wie es aussieht, ist der Übergang zu hybriden und anderen flexiblen Arbeitsumgebungen dauerhaft.

Die meisten Unternehmen haben mittlerweile zwei Jahre Erfahrung im Management einer komplett mobil arbeitenden Belegschaft. Die Einzelheiten für einen langfristig hybriden Arbeitsplatz müssen jedoch erst noch ausgearbeitet werden.

Was wir wissen: Die Kombination aus Teams im Büro, hybriden Mitarbeiter:innen und Angestellten im Homeoffice stellt besondere Herausforderungen.

In diesem Entwicklungsprozess spielen E-Learning-Programme eine immer größere Rolle. Der Wechsel von der persönlichen Mitarbeiterschulung zum digitalen Lernen erfordert ein Umdenken bestehender Prozesse und Einstellungen in der Personalentwicklung.

Wie die Anpassung an flexible Arbeitsmodelle gelingt

Wenn Sie noch nicht voll und ganz auf E-Learning umgestiegen sind, ist es an der Zeit aufzuholen. Online-Lösungen sind erschwinglicher und einfacher zu organisieren als Mitarbeiterschulungen vor Ort. Zudem können die Angestellten die Kurse zu einem Zeitpunkt und an einem Ort absolvieren, an dem es für sie günstig ist.

Learning Management Systeme (LMS) machen es wesentlich einfacher, individuelle Fortschritte nachzuverfolgen, Kursabschlussquoten zu messen und den ROI für Schulungsinitiativen nachzuweisen. Suchen Sie nach Lernlösungen, die in den Alltag Ihrer Mitarbeiter:innen passen, wie Microlearning, Mobile Learning und Collaborative Learning.

Des Weiteren sollten Sie sicherstellen, dass Ihre Lernsysteme aktuell und einfach zu nutzen sind. Denken Sie kritisch darüber nach, was Sie mit Ihren Mitarbeiterschulungen erreichen wollen und wie Sie den Angestellten helfen können gemeinsam zu lernen, auch über die Entfernung hinweg. Eine starke Lernkultur zu erschaffen, hilft den Mitarbeiter:innen nicht nur besser zu lernen – es stärkt Ihr Unternehmen.

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2. Der Wunsch nach Lernen am Arbeitsplatz wird stärker

Mitarbeiter:innen möchten heutzutage mehr Lernmöglichkeiten direkt am Arbeitsplatz, um ihre Leistung zu verbessern. In einer Umfrage gaben 97 Prozent der Angestellten an, dass sie die Zeitspanne, die sie ins Lernen investieren, erweitern und fortführen möchten.

Und sie meinen es ernst damit – 37 Prozent sagen, dass sie ihren Job kündigen würden, wenn sie keine relevante Schulung erhalten. Fast die Hälfte der Angestellten würden den Job wechseln, wenn ein anderes Unternehmen bessere Personalentwicklung bietet.

Dieser wachsende Wunsch, sich zu schulen, ist insbesondere bei den jüngeren Mitarbeiter:innen präsent. Sie möchten mehr Weiterbildungsmöglichkeiten als Teil ihres Jobs. In einer Studie sagten 69 Prozent der Befragten der Generation Z, dass sie mehr Zeit dafür einplanten, am Arbeitsplatz zu lernen.

Wie die Anpassung an eine lernorientierte Belegschaft gelingt

Vereinfachen Sie den Zugang zum Lernen, indem Sie Optionen für selbstgesteuertes Lernen anbieten. Mit diesen flexiblen Lösungen können sich Ihre Mitarbeiter:innen schulen, wenn es für sie günstig ist. Führen Sie Möglichkeiten wie mobiles Lernen ein, damit Ihre Angestellten ihren Interessen nachgehen und Fähigkeiten in Bereichen verbessern können, in denen sie wachsen wollen. Dank moderner Technologien wie einer LMS-Software können Sie Schulungsangebote, die Ihre Mitarbeiter:innen an jedem Ort und zu jeder Zeit abrufen können, so einfach wie noch nie erstellen.

Eine andere Möglichkeit, um den wachsenden Lerneifer Ihrer Mitarbeiter:innen zufriedenzustellen, ist das Microlearning – E-Learning-Kurse, die Ihren Angestellten genau zum richtigen Zeitpunkt und im mundgerechten Format dabei helfen, schnell und effizient zu lernen.

Und so beginnen Sie mit dem Microlearning: Denken Sie über die häufigsten Fragen oder den höchsten Schulungsbedarf innerhalb Ihres Unternehmens nach und unterteilen Sie die Themen in kurze Lektionen, die in fünf bis zehn Minuten abgeschlossen werden können. Sie können beispielsweise eine Serie von Fünf-Minuten-Kursen entwickeln, die jeden Schritt Ihres mobilen Onboarding-Prozesses abdeckt.

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Fast die Hälfte der Angestellten würden den Job wechseln, wenn ein anderes Unternehmen ihnen Möglichkeiten für Kompetenztrainings anbietet.

3. Mitarbeiter:innen schulen nach dem Top-down-Prinzip – das ist vorbei

Das traditionelle Management- und Lernmodell nach dem Top-down-Prinzip ist ein langsamer, statischer Prozess, der keine positive Wirkung auf die Beteiligung der Lernenden, die Content-Qualität oder messbare Geschäftserfolge ausübt. Sie brauchen ein demokratischeres Lernsystem, um den Bedarf der Angestellten zu decken, die sich vor allen Dingen nach Beteiligung und Zusammenarbeit sehnen.

Die Demografie spielt in diesem organisatorischen Wandel eine entscheidende Rolle. Millenials und die Generation Z stellen nun 46 Prozent der Belegschaft – und sie bevorzugen kollaborative Arbeitsumgebungen sowie selbstgesteuerte Lernpfade.

Wie Sie Mitarbeiter:innen mittels Collaborative Learning schulen

Wählen Sie im Management ein Bottop-up-Modell statt des Top-down-Prinzips: Beim Ansatz des Collaborative Learning spielt jedes Teammitglied im Unternehmen eine Rolle in der Kurserstellung. Der Prozess ist dezentralisiert und demokratisiert. Jede:r kann einen Lernbedarf äußern, sich freiwillig für eine Kurserstellung melden oder Feedback zu bestehenden Inhalten geben.  Schulungen sind relevanter und leichter zu produzieren. Teams können unternehmensinternes Wissen einfacher teilen, was die Abwanderung von Fachkräften sowie Informationssilos reduziert.

Betriebliche Weiterbildung nach dem Bottom-up-Prinzip ermöglicht jedem einzelnen Teammitglied, eine proaktive Rolle innerhalb seines Lernpfads zu spielen. Wir haben herausgefunden, dass in Unternehmen, die unser LMS für Collaborative Learning nutzen, 85 Prozent der Kurse von Teammitgliedern außerhalb der Personalentwicklung stammen. Damit wandelt sich die Rolle der Weiterbildungsbeauftragten von Content-Ausführenden zu Moderator:innen.

Collaborative Learning

Bei 360Learning haben wir dieses Modell vollumfänglich umgesetzt, nicht nur in unserer Lernphilosophie, sondern auch in unserem Führungsstil. Wir nennen es Convexity – eine Kombination aus flachen Hierarchien und hoher individueller Verantwortlichkeit. Wir legen den Schwerpunkt auf Transparenz, ständige Iteration sowie Rechenschaftspflicht über metrisches Tracking. Der Zugang zu Information bedeutet, dass jede:r die Macht hat, Entscheidungen zu treffen. Das begünstigt ein inklusives Umfeld.

Wie Sie Ihre Mitarbeiter:innen auch in Zukunft effizient schulen

Obwohl wir nicht genau vorhersagen können, wie sich das Lernen in Zukunft entwickeln wird, so haben wir immerhin eine Idee, in welche Richtung es geht. Im Jahr 2030 wird der globale Fachkräftemangel 85 Millionen übersteigen. Das heißt: L&D-Teams müssen über neue Trends auf dem Laufenden bleiben, um diesem anstehenden Problem zuvorzukommen. 

Ein einfacher Weg, mit dem Sie der Entwicklung voraus sein können: Werden Sie Teil unserer kürzlich gestarteten L&D Collective – eine kostenlose globale Community für Führungskräfte in der Mitarbeiterschulung. Hier können Sie Wissen teilen, netzwerken und Collaborative Learning nutzen. Mit Ihrer Mitgliedschaft erhalten Sie Zugang zu anderen L&D-Führungskräften und können sich gemeinsam mit ihnen über Strategien austauschen.

Wenn Sie unsere CLO Connect Series abonnieren, bleiben Sie stets auf dem neuesten Stand aktueller Trends. Hier haben wir Interviews mit mehr als 60 Personalentwickler:innen aus Unternehmen wie Slack, Gong, Disneyland Paris, Qualtrics und Instacart veröffentlicht. In diesen Interviews werfen wir einen ehrlichen Blick auf die derzeitige Situation in der Mitarbeiterschulung und tauchen in die Zukunft der betrieblichen Weiterbildung ein.

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