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LXP: Die Erfolgsformel für eine bessere Lernbeteiligung?

Hand aufs Herz: Das beste Kursangebot bringt nichts, wenn Ihre Teams keine Zeit oder Lust haben, es zu nutzen. In der DACH-Region stehen L&D-Manager heute vor der Herausforderung, starre Strukturen aufzubrechen und echtes Engagement zu wecken. Hier kommt die LXP (Learning Experience Platform) ins Spiel.

Eine LXP ist nicht einfach nur ein weiteres Schulungsverwaltungstool.
Sie ist der Motor für eine moderne Lernkultur, die interne Expertise aktiviert, statt Wissen nur einseitig vorzugeben.

In diesem Guide erfahren Sie, ob eine LXP der fehlende Baustein für Ihre L&D-Strategie ist und wie sie sich konkret vom klassischen LMS unterscheidet – ohne unnötiges Fachchinesisch, sondern mit Fokus auf das, was zählt: den Lernerfolg Ihrer Mitarbeitenden.

LXP auf einen Blick: Das Wichtigste in 30 Sekunden

  • Was ist eine LXP? Eine Learning Experience Platform (LXP) ist ein lernerzentriertes Portal, das Inhalte personalisiert und soziale Interaktion fördert.
  • Der Hauptvorteil: Sie steigert das Engagement, indem sie Lernen in den Arbeitsalltag integriert, statt Kurse nur „vorzuschreiben“.
  • LMS vs. LXP: Während ein LMS die Verwaltung fokussiert, ermöglichen kollaborative LXP das Entdecken von relevantem Training sowie das Erstellen von Lern-Content durch Fachexpert:innen im Team.

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Was ist eine LXP? Definition der Learning Experience Platform

Eine LXP (die Abkürzung für Learning Experience Platform) bezeichnet eine Lernplattform, die sich auf das Erlebnis der Nutzer fokussiert. Diese Art von Schnittstelle dient dazu, eine ansprechende und individuelle Lernerfahrung zu schaffen, anstatt sich auf die eigentlichen Mitarbeiterschulungen oder deren Verwaltung durch die Verantwortlichen zu konzentrieren.

LXP werden oft als „agnostisch” bezeichnet, weil sie mithilfe einer API zu einer existierenden Infrastruktur hinzugefügt werden können, um beispielsweise Online-Kurse einzustellen oder ein bestehendes Learning Management System zu personalisieren. 

Wie funktioniert eine LXP ?

Die in einem LXP angebotenen Inhalte ähneln den Inhalten traditioneller Lernplattformen. Sie finden dort digitale Lehrmethoden und Lernlösungen, die von traditionellen E-learning-Modulen über Module für mobiles Lernen, mit Gamification angereicherte Inhalte oder synchronisierte Kurse (wie das virtuelle Klassenzimmer, sowie Formaten wie SPOC, MOOC oder COOC) reichen.

Im Unterschied zu anderen Plattformen bietet eine LXP jedoch eine intuitive und reibungslose Navigation, um ein Lernerlebnis zu schaffen, das die Lernenden während des Lernprozesses bei der Stange zu hält.

Lernerlebnis LXP 360Learning

Eine Learning Experience Platform spricht oft personalisierte Empfehlungen für pädagogische Inhalte aus. Diese Empfehlungen basieren in der Regel auf den Daten anderer Nutzer, die über ein ähnliches Profil verfügen wie der Lernende, dem die Empfehlung angezeigt wird. So schlägt das Tool Inhalte je nach Unternehmensschwerpunkt oder den Fähigkeiten, die man in einem Job haben sollte, vor und orientiert sich weniger an den Erwartungen der Talente an ihre berufliche Entwicklung.

Kursempfehlungen LXP 360Learning

Die neuen Generationen LXP nutzen künstliche Intelligenz, um Kompetenzen zu erfassen und Schulungsmöglichkeiten entsprechend genauer Kriterien anzuzeigen. Die beruflichen Ziele der Angestellten werden für den Vorschlag personalisierter Lernpfade also im gleichen Maße in Erwägung gezogen wie die für das Unternehmen benötigten Skills.

In diesem Sinne kann eine LXP die Erwartungen an das adaptive Lernen erfüllen. Durch Daten wird der Lernpfad der Nutzer auf deren jeweiligen Lernbedarf zugeschnitten, was zu einem besseren Lernerlebnis und einer höheren Lernbeteiligung führt und den Lernenden hilft, ihre Kompetenzen effizient zu erweitern.

Zur Lernerfahrung auf einer LXP gehört auch, dass Mitarbeitende auf Lerninhalte reagieren können und sich miteinander austauschen können. Wie eine solche Kultur des Peer-to-Peer-Feedbacks und der Reaktion aussehen kann, sehen Sie in unserem Video:

Warum eine LXP? Die Vorteile für Engagement und interne Expertise

Sie haben es schon bemerkt: Der Vorteil einer Learning Experience Platform liegt in der Nutzererfahrung, die es den Angestellten bietet. 

Der wichtigste Nutzen dieser Art von Plattform besteht in der Möglichkeit, die Lernerfahrung zu personalisieren und der richtigen Person zum richtigen Zeitpunkt den richtigen Inhalt anzuzeigen. Eine LXP ermöglicht Ihnen daher, Ihre Schulungsziele effizienter zu erreichen und Mitarbeitende in kurzer Zeit weiterzubilden.

Infolge dieses ersten Vorteils nimmt auch das Engagement der Lernenden zu. Denn ihre Erfahrung mit den Schulungen, die Frage, ob sie für sie relevant sind und ihren Erwartungen entsprechen, stehen hier im Vordergrund.

Eine LXP zielt also darauf ab, eine für die Mitarbeiter:innen stimulierende und personalisierte Lernumgebung zu schaffen und ihre Lernpfade so zu optimieren.

LMS vs. LXP: Wo liegen die Unterschiede für Unternehmen?

  • 1. Fokus & Zielgruppe
  • LMS: Fokus auf Compliance und Administration (Top-down). Ideal für Pflichtschulungen.
  • LXP: Fokus auf die Lernerfahrung und den Wissensaustausch (Bottom-up). Ideal für die tägliche Weiterentwicklung.
  • 2. Art der Inhalte
  • LMS: Formale, abgeschlossene Kurse (SCORM), die von der Personalabteilung zugewiesen werden.
  • LXP: Ein Mix aus kuratierten Inhalten, Artikeln, Videos und von Nutzern erstellten Inhalten (User-Generated Content).
  • 3. Lernansatz
  • LMS (Push-Prinzip): Das Unternehmen sagt dir, was du lernen musst.
  • LXP (Pull-Prinzip): Du entdeckst aktiv das Wissen, das du für deine aktuelle Aufgabe gerade brauchst.

Ist eine LXP die richtige Wahl für Ihr Unternehmen?

Wann eine LXP die ideale Lösung ist:

  • Wissens-Silos auflösen: Wenn wertvolles Expertenwissen in den Köpfen Ihrer Mitarbeitenden feststeckt und nicht geteilt wird.
  • Niedriges Engagement: Wenn Ihre aktuellen Kursabschlussraten im LMS enttäuschend sind und das Lernen als „Pflichtaufgabe“ wahrgenommen wird.
  • Hohe Dynamik: Wenn sich Ihr Markt so schnell bewegt, dass Sie mit der Erstellung zentraler Top-down-Kurse nicht hinterherkommen.

Wann eine LXP (noch) nicht die Priorität ist:

  • Reiner Compliance-Fokus: Wenn Ihr einziges Ziel die rechtliche Absicherung von Pflichtunterweisungen ist (hier reicht ein klassisches LMS oft aus).
  • Kultur des Schweigens: Wenn in Ihrer Organisation (noch) keine Bereitschaft besteht, Wissen offen zu teilen oder voneinander zu lernen.
  • Keine Ressourcen für Kuratierung: Eine LXP lebt von Inhalten. Wenn niemand Zeit hat, zumindest die Richtung vorzugeben, bleibt die Plattform leer.

Welche LXP passt zu Ihrem Unternehmen?

Was ist die beste Lösung für die L&D-Führungspersonen, um die Übersicht über ihr Ausbildungsangebot zu behalten? Eine LMS-Plattform mit LXP-Eigenschaften, die Funktionen für Schulungsleiter:innen und Nutzer vereint, um den Kompetenzaufbau zu erleichtern.

Der erste Schritt in der Wahl einer Learning Experience Plattform besteht darin, Ihre Ausbildungsziele und Ihren Lernbedarf festzulegen. Bei der Wahl einer Plattform sollten Sie sich an diesen Informationen orientieren. Erstellen Sie dazu ein umfassendes Lastenheft, das alle Anforderungen enthält.

Anschließend können Sie eine Plattform für Online-Schulungen nach den Kriterien wählen, die für Ihre Organisation am relevantesten sind.

Achten Sie insbesondere darauf, dass Ihre LXP folgende Funktionen enthält: 

  • Ein integriertes Autorentool, um direkt auf der Plattform eigene Schulungsinhalte einfach und reibungslos zu erstellen.
  • Verschiedene pädagogische Methoden. Die Lerninhalte, die Sie den Lernenden zur Verfügung stellen, sollten in verschiedenen Formaten geliefert werden können, wie beispielsweise e-Learning-Module, Lernvideos, Lernaktivitäten inklusive Gamification (Quizfragen, Spiele, usw.) mobiles Lernen, on-demand-Inhalte, Microlearning, virtuelle Klassenzimmer, SPOC, MOOC, COOC usw.
  • Die Möglichkeit, personalisierte Lernerfahrungen anzubieten und Lernprogramme und Lernpfade hin zum Kompetenzaufbau individuell zu gestalten. Als Administratoren sollten Sie personalisierte Lernpfade erstellen, aber auch KI-Funktionen nutzen können, die Ihnen dabei helfen, Lernmaterialien und relevante Inhalte anzubieten, die den Anforderungen Ihrer Organisation und Angestellten entsprechen.

LXP Beispiel 360Learning

  • Die Bündelung von Multimedia-Inhalten von Drittplattformen, um Inhalte von Quellen außerhalb Ihrer LXP in die Kurse integrieren zu können.
  • Social-Learning-Funktionen, die den Austausch zwischen Lernenden und Ausbilder:innen sowie zwischen den Angestellten ermöglichen, denn soziales Lernen führt zu einem höheren Engagement der Lernenden.
  • Funktionen für kollaboratives Lernen. Peer Learning ermöglicht jeder Person im Unternehmen, ihr Wissen und ihre Kenntnisse zu teilen, um die Organisation voranzubringen. Die Möglichkeit, sogenannten „User Generated Content” (UGC) zu erstellen, ist in Ihrem LXP besonders wichtig.
  • Funktionen zur Bewertung der Schulungen. Sie sollten von Ihrer Plattform Bewertungen zu Beginn, Bewertungen zur Halbzeit und am Ende erstellen und auf Ihrem Dashboard verfolgen können.
  • Feedback-Funktionen. Von Ihren Nutzern Feedback einzuholen, ermöglicht Ihnen, Lernaktivitäten und Lerninhalte ständig zu verbessern und auf dem neuesten Stand zu halten.
  • Und natürlich auf künstlicher Intelligenz basierende Inhaltsempfehlungen.

Diese Liste kann noch erweitert werden: Fügen Sie so viele unterschiedliche Funktionen wie nötig hinzu, um Ihre Ausbildungsziele zu erreichen!

Wie können Sie Ihre LXP erfolgreich im Unternehmen implementieren?

Das richtige Tool für Online-Schulungen zu wählen ist der erste Schritt, um die Beteiligung der Lernenden zu steigern.

Um Ihr LXP erfolgreich zu implementieren, sollten Sie jedoch auch auf folgende Punkte achten: 

  • Schaffen Sie eine Lernkultur in Ihrem Unternehmen. Denn auch wenn Ihre Plattform und Inhalte ansprechend sind, liegt es doch an Ihnen, die Nutzer darauf aufmerksam zu machen. Es kommt also darauf an, Ihre LXP ins Gespräch zu bringen und den Nutzen für Ihr Unternehmen und Ihre Angestellten hervorzuheben. 
  • Schulen Sie die Mitarbeitenden darin, die Plattform zu benutzen. Auch wenn diese einfach gehandhabt werden kann, bedeutet das nicht, dass alle Angestellten sofort damit vertraut sind – vor allem jene, die digital weniger  versiert sind.

Personalisierte Schulungsprogramme LXP

  • Entwickeln Sie Peer-to-Peer-Schulungen. Ein wichtiger Baustein, um alle Vorteile Ihres LXP bezüglich kollaboratives und soziales Lernen zu nutzen. Suchen Sie die in Ihrer Organisation vorhandenen Expert:innen und bitten Sie sie, Kurse zu erstellen und zu aktualisieren. 
  • Richten Sie eine Feedback-Kultur ein. Diese ist notwendig, damit die Lernpfade, die Sie anbieten, immer stimmig und relevant sind. Schulen Sie die Nutzer daher darin, die Feedback-Funktionen Ihrer LXP zu nutzen und motivieren Sie sie, Ihr Feedback zu geben, um die Schulungen ständig zu verbessern. 

2 Praxisbeispiele für die Nutzung einer LXP im Unternehmen

Wie können Sie Ihre LXP erfolgreich implementieren? Entdecken Sie zwei konkrete Fälle, um zu verstehen, wie Sie 100 % der Vorzüge Ihrer innovativen Online-Lernplattform nutzen können.

Praxisbeispiel 1: Aircall – Agiles Onboarding in Rekordzeit

Aircall LXP
Aircall nutzt die Lernplattform von 360Learning
  • Die Herausforderung: In einer Phase extremen Wachstums (Hypergrowth) musste Aircall neue Sales-Mitarbeitende in Rekordzeit einsatzbereit machen, ohne dass die Qualität leidet.
  • Der LXP-Ansatz: Statt auf statische Handbücher zu setzen, nutzt Aircall die Lernplattform, um Wissen direkt von den erfolgreichsten Sales-Leuten als Kurse aufzubereiten.
  • Der Impact: Die „Time-to-Productivity“ sank drastisch. Neue Teammitglieder lernen nicht nur Theorie, sondern die tatsächlichen Best Practices ihrer Kollegen.
Aircall mobile Learning
Mobiles Lernen bei Aircall

Hier erfahren Sie mehr:

Praxisbeispiel 2: Safran – Expertenwissen weltweit skalieren

  • Die Herausforderung: Als hochspezialisiertes Industrieunternehmen verfügt Safran über enormes Nischenwissen, das oft nur in den Köpfen einzelner Experten existierte.
  • Der LXP-Ansatz: Safran nutzt die kollaborativen Funktionen, um Experten zu befähigen, ihre Inhalte selbst zu erstellen und weltweit für andere Standorte verfügbar zu machen.
  • Der Impact: Wissensverlust wird verhindert. Die LXP dient hier als zentraler Hub, der sicherstellt, dass technisches Know-how dort landet, wo es gebraucht wird – direkt im Arbeitsfluss.
Safran LXP
LXP-Nutzung beim Hochtechnologiekonzern Safran

Fazit: Die LXP als Herzstück Ihrer Lernkultur

Ob Aircall oder Safran – der Erfolg zeigt: Eine LXP ist weit mehr als nur ein technisches Upgrade. Sie ist das Werkzeug, mit dem Sie die PS Ihres Teams auf die Straße bringen. Wenn Sie weg von starren Kursvorgaben und hin zu einer dynamischen Lernkultur wollen, die interne Expertise aktiviert, führt an einer LXP-Strategie kein Weg vorbei.

Doch Theorie ist das eine, die Praxis das andere. Wie fühlt es sich an, wenn Experten Wissen in Minuten teilen? Wie sieht das Engagement aus, wenn Lernen Spaß macht?

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FAQ zur Learning Experience Platform (LXP)

Brauche ich eine LXP, wenn ich schon ein LMS habe?

Was ist der größte Vorteil einer LXP gegenüber traditionellem E-Learning?

Ist eine LXP schwer zu implementieren?

Wie lässt sich der Erfolg einer LXP messen? (ROI)

Ist 360Learning ein LMS oder eine LXP?