kollaboratives Lernen
Management & Mindset

So schaffen Sie ein effektives Umfeld für kollaboratives Lernen

Die Coronakrise hat unsere Einstellung zum Homeoffice grundlegend und möglicherweise für immer verändert. Laut einer 2021 durchgeführten Umfrage von PwC halten 83 % der Arbeitgeber:innen und 71 % der Arbeitnehmer:innen die Umstellung auf Homeoffice während der COVID-19-Pandemie für eine Errungenschaft.

Da die Teams nun nicht mehr persönlich im Büro erscheinen, können wir uns nicht einfach auf die Anwesenheitspflicht verlassen oder uns mit einem schnellen Blick auf den Bildschirm versichern, dass alle ihre Schulungen absolvieren.

Wie können Sie also sicherstellen, dass Ihre Teams trotz räumlicher Trennung weiterhin lernen? Indem Sie ein effektives Umfeld für kollaboratives Lernen schaffen, in dem Lernende aus eigenem Antrieb motiviert sind, sich zu engagieren und Ihre kollaborativen Lernaktivitäten zu absolvieren – oder sogar mit ihren selbst erstellten Inhalten einen Beitrag dazu leisten.

Klingt zu schön, um wahr zu sein? Alles, was Sie dazu benötigen, sind eine positive Einstellung und die richtigen Tools.

4 Wege zu kollaborativem Lernen am Arbeitsplatz

Wir stellen Ihnen die vier wesentlichen Elemente zur Schaffung einer effektiven kollaborativen Lernumgebung vor. Wenn Sie diese Punkte richtig umsetzen, werden Sie jedes Teammitglied dabei unterstützen, sich selbst zu motivieren und selbständig zu lernen.

1. Dezentrales Lernen einsetzen

Zentral gesteuertes Lernen führt unweigerlich zu einem einzigen Ergebnis: Trainer:innen halten Vorträge und Mitarbeiter:innen lernen in Gruppenschulungen. Dieses System ist jedoch veraltet und viele Unternehmen gehen heute stattdessen zu einem dezentralen Ansatz über. Mehr Mitarbeiter:innen arbeiten von zu Hause aus und zeitversetzt. Sie müssen das Lernen in kleine Einheiten unterteilen, um es in ihren täglichen Arbeitsplan integrieren zu können.

Der erste Schritt zur Dezentralisierung des Lernens besteht darin, Technologien zu nutzen und auf Online-Kurse umzusteigen, die sich im Laufe der Woche in Mini-Lerneinheiten absolvieren lassen.

Doch dezentrales Lernen ist weit mehr als das. In einer dezentralen, kollaborativen Lernumgebung sind alle Teammitglieder am Lernprozess beteiligt. Sie können ihren Lernbedarf und die für sie geeigneten Lernstrategien ermitteln, Kurse anfragen, Feedback zu bestehenden Kursen geben und selbst Kurse erstellen. Das bezeichnen wir als Bottom-up-Ansatz.

Beim traditionellen Lernen stellen die Führungskräfte oder die L&D-Abteilung eines Unternehmens Vermutungen über die Wissenslücken der Mitarbeiter:innen an und erstellen oder externalisieren Kurse, um diese Lücken zu schließen. Die Erstellung von Kursen ist jedoch kostspielig und kann Monate in Anspruch nehmen. Das darin vermittelte Wissen kommt von oben, ohne jeglichen Input der Empfänger:innen.

Beim Bottom-up-Ansatz nutzen die Mitarbeiter:innen eine Plattform für kollaboratives Lernen, auf der sie Lernangebote konkret anfragen können. Hier können alle darüber abstimmen, welche Kurse am nützlichsten sind. Zudem kann jede und jeder anbieten, einen Kurs zu leiten. Die Kurse lassen sich außerdem wesentlich schneller erstellen und aktualisieren. Auf diese Weise bleibt die Belegschaft eines Unternehmens bezüglich wichtiger Fähigkeiten immer auf dem neuesten Stand.

So funktioniert Lernen nach dem Bottom-up-Ansatz:

kollaboratives lernen

Dezentrales Lernen steht für demokratisiertes Wissen, wobei alle von den geteilten Informationen profitieren. Am wichtigsten ist jedoch vielleicht, dass dezentrales Lernen flexibler und anpassungsfähiger ist als überholte, zentral gesteuerte Lernsysteme.

Unseren Nachforschungen zufolge werden in Unternehmen, die mit 360Learning arbeiten, 85 % der Kurse von Mitarbeiter:innen erstellt, die keine Trainer:innen sind. In einem demokratisierten Lernprozess ist jede und jeder für sein eigenes Lernen verantwortlich und wird dazu ermutigt, die eigenen Ziele selbst in die Hand zu nehmen.

2. Selbstgesteuertes Lernen in den Vordergrund rücken

Niemand kennt den Lernbedarf so gut wie Ihre Mitarbeiter:innen selbst. Indem Sie ihnen selbstgesteuertes Lernen ermöglichen, fördern Sie die Weiterentwicklung Ihrer Angestellten und maximieren gleichzeitig den Nutzen für Ihr Unternehmen.

Durch selbstgesteuertes Lernen gestehen Sie Ihrem Team ein Höchstmaß an Eigenverantwortung und Flexibilität zu. Auf diese Weise können Ihre Mitarbeiter:innen die Kurse in ihre eigenen Zeitpläne integrieren und selbständig auf ihre Ziele hinarbeiten. Da sie somit die Möglichkeit erhalten, sich ihre Lernaktivitäten selbst einzuteilen, können sie die Schulungen leichter mit ihrer restlichen Arbeit vereinbaren.

Anders als es der Name vermuten lässt, basiert selbstgesteuertes Lernen auf Teamarbeit. Für effektives selbstgesteuertes Lernen wird die Beteiligung des gesamten Unternehmens benötigt. Teamleiter:innen und L&D-Abteilungen arbeiten eng zusammen, um als Mittler:innen dabei zu helfen, Lernziele festzulegen, Kurse vorzuschlagen, die Bereitstellung der Lerninhalte zu erleichtern und einen Zeitplan zu erstellen. Die Mitarbeiter:innen ermitteln ihren eigenen Lernbedarf, während die Führungskräfte kooperatives Lernen im Unternehmen fördern und mit gutem Beispiel vorangehen, indem sie Informationen zu ihren eigenen Zielen teilen.

Dieser selbstgesteuerte Ansatz steht im Einklang mit den Wünschen der Lernenden: Laut dem Workplace Learning Report 2019 von LinkedIn wünschen sich 43 % der Lernenden der Generation Z und 42 % der Millennials die Entscheidungsfreiheit, ihre Kurse in ihrem eigenen Tempo zu absolvieren. Gleichzeitig geben 75 % an, dass sie an einer Schulung teilnehmen würden, die ihre Vorgesetze oder ihr Vorgesetzter empfiehlt.

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3. Wissensaustausch fördern

Ihre Mitarbeiter:innen sind Ihre wertvollste Ressource. Denn sie verfügen über die Fähigkeiten, die Intelligenz und das benötigte Fachwissen, um Ihrem Unternehmen zum Erfolg zu verhelfen – genau dafür haben Sie sie schließlich eingestellt. Indem Sie den Wissensaustausch innerhalb Ihres Unternehmens  fördern, machen Sie sich die Stärke des kooperativen Lernens zunutze.

Überholte Top-down-Lernansätze bergen die Gefahr, dass allzu leicht Informationssilos entstehen. In diesem Fall werden die Vertriebsteams nur über die Verkaufsziele informiert und den Marketingabteilungen fehlt der nötige Einblick in die Produktentwicklung.

In einer kollaborativen Lernumgebung können sich die Mitarbeiter:innen gegenseitig dabei unterstützen, ihre Aufgaben besser zu verstehen. Dabei erhalten sie wertvolle Einblicke in andere Abteilungen, wodurch sie ihre Arbeit leichter in Einklang mit der globalen Unternehmensstrategie bringen können. Zudem wird das kritische Denken in den Teams gefördert, selbst bei räumlicher Trennung. Diese gegenseitige Unterstützung und Gruppenarbeit führen dazu, dass sich die Mitarbeiter:innen mehr für das Unternehmen als Ganzes engagieren. Die Zugehörigkeit zu einer Lerngemeinschaft und der Wissensaustausch wirken sich positiv auf die Mitarbeiterzufriedenheit aus.

Zudem wirken Sie durch die Förderung des Wissensaustauschs einem Braindrain entgegen. In einem Top-down-Umfeld sammeln die Mitarbeiter:innen institutionelles Wissen – z. B. die verschiedenen Kundenvorlieben oder die Besonderheiten technischer Prozesse – und setzen ihr Know-how für bestmögliche Ergebnisse ein. Doch wenn sie die Firma verlassen, gehen all diese wertvollen Informationen verloren. Durch die Förderung des Wissensaustauschs bleibt das institutionelle Wissen über das Ausscheiden der Mitarbeiter:innen hinaus erhalten.

Lesen Sie auch: 3 Beispiele für kollaboratives Lernen: Diese Methoden verhelfen Top-Unternehmen zum Erfolg

4. Die richtige Plattform für kollaboratives Lernen wählen

Das wichtigste Tool zur Schaffung eines effektiven Umfelds für kollaboratives Lernen ist die richtige Plattform. Kollaborative Lernplattformen wie 360Learning ermöglichen es Unternehmen, einfach und kostengünstig Kurse zu erstellen, die auf den Bedarf ihrer Mitarbeiter:innen zugeschnitten sind.

Zudem bieten diese Plattformen einige entscheidende Vorteile gegenüber herkömmlichen LMS und LXP. Zum einen gestaltet sich die Erstellung von Kursen schneller, einfacher und kostengünstiger, da diese von den Mitarbeiter:innen selbst nach Bedarf ausgearbeitet werden.

L&D-Abteilungen verlieren keine Zeit mehr mit der Erstellung und Beschaffung von Lerninhalten – Aufgaben, die bis zu 29 % der Arbeitszeit eines L&D-Teams in Anspruch nehmen können. Stattdessen werden sie zu Lernbegleitern und haben mehr Zeit, sich mit wichtigen Interessengruppen zu treffen, die Bereitstellung der Lerninhalte zu erleichtern und Strategien zu entwickeln.

Da die Kurse auf einer Plattform für kollaboratives Lernen intern erstellt werden, sind sie konkret auf den Bedarf Ihres Unternehmens und auf Ihr Team zugeschnitten – also Schluss mit allgemeinen Universallektionen. Jegliche Qualifikationslücken können umgehend geschlossen werden und veraltete Kurse lassen sich schnell identifizieren und aktualisieren. Auf diese Weise bleibt Ihr Unternehmen wettbewerbsfähig und flexibel, um schnellstmöglich auf plötzliche Marktveränderungen reagieren zu können.

Schließlich steht bei der Verwendung einer Plattform für kollaboratives Lernen auch der ROI im Mittelpunkt. Üblicherweise wird der Erfolg der Lerninitiative eines Unternehmens anhand von Kursabschlüssen oder Lernminuten pro Monat gemessen. Dies vermittelt zwar einen guten Eindruck davon, wie viele Schulungen abgeschlossen werden, sagt aber nichts darüber aus, in welcher Weise das Lernen dem Unternehmen tatsächlich zugute kommt. Plattformen für kollaboratives Lernen sind auf den konkreten Bedarf und die Qualifikationslücken Ihres Unternehmens zugeschnitten. Mit den Lernfortschritten der Teammitglieder können Sie die Verbesserungen ihrer Ergebnisse messen und den Gesamterfolg der Lernenden für jede Lerninitiative ermitteln.

Auf kollaboratives Lernen umstellen: Der Aufwand zahlt sich aus  

Die Schaffung eines effektiven Umfelds für kollaboratives Lernen bedeutet die Abschaffung einer von Trainer:innen dominierten Top-down-Strategie.  Und wie für jedes nachhaltige Lernökosystem bedarf es auch hier zur Umsetzung in die Praxis einiger Bemühungen und Problemlösungen.

Forschungsarbeiten haben jedoch gezeigt, dass eine solche Umstellung langfristig zu vermehrtem Lernen führen kann. Laut dem Workplace Learning Report 2020 von LinkedIn sind 67 % der Generation Z und 50 % der Millennials motiviert, in einem sozialen Umfeld zu lernen. Aus genau diesem Grund ist die Schaffung einer kollaborativen Lernumgebung so wichtig für das Engagement und die Zufriedenheit Ihrer Mitarbeiter:innen.

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