Kollaboratives Lernen Methoden
Training & Learning

3 Beispiele für kollaboratives Lernen: Diese Methoden verhelfen Top-Unternehmen zum Erfolg

L&D-Abteilungen haben in diesen Tagen alle Hände voll zu tun: Das Geschäftsleben wird immer dynamischer und die Arbeitskultur verändert sich rasant.

Zuweilen müssen Unternehmen quasi über Nacht auf tiefgreifende Veränderungen reagieren, wie zum Beispiel mit der spontanen Umstellung auf Homeoffice während der Coronakrise.

Um diese betrieblichen Herausforderungen zu bewältigen, müssen L&D-Programme schneller sowie kollegialer werden und sich leichter anpassen lassen. Kollaboratives Lernen kann dabei helfen, eine demokratische und dezentralisierte Lernkultur in Ihrem Unternehmen zu schaffen.

In der Theorie mag das ja fantastisch klingen. Doch wie sieht es nun in der Praxis aus?

Wir wollen Ihnen die Möglichkeiten und Methoden von Collaborative Learning näherbringen – und zeigen Ihnen drei starke Beispiele von Spitzenunternehmen, die ihre L&D-Ziele durch demokratisierte, vereinfachte und dezentralisierte Schulungsansätze erreicht haben.

AlphaSights optimiert das Onboarding dank demokratischer Kurserstellung

AlphaSights hat es sich zum Ziel gesetzt, das kollektive Wissen der Menschheit zu erschließen, um den Fortschritt für Einzelne, Unternehmen und die Gesellschaft als Ganzes zu fördern. Das weltweit tätige Forschungs- und Informationsdienstleistungsunternehmen entschied sich für kollaboratives Lernen, um bei der raschen Ausweitung seiner globalen Aktivitäten neue Mitarbeiter:innen schnell einarbeiten zu können.

Die Herausforderung

AlphaSights wird regelmäßig als eines der am schnellsten wachsenden Unternehmen der Welt eingestuft und beschäftigt weltweit über 900 Mitarbeiter:innen. Angesichts der raschen Expansion hatte das Unternehmen Schwierigkeiten, seine Onboarding-Kurse zu skalieren und auf den Lernbedarf der Belegschaft abzustimmen.

Um seine L&D-Programme entsprechend zu gestalten, benötigte AlphaSights eine Lösung, die Folgendes ermöglichte:

  • Optimierung des Prozesses zur Kurserstellung. Das Unternehmen brauchte ein schnelleres und effizienteres System für die Erstellung und Nutzung neuer Kurse.
  • Ausschöpfen von internem Wissen. Man war sich klar, dass viele der Mitarbeiter:innen wertvolle Expert:innen sind, deren Wissen genutzt werden kann, um nützliche und relevante Schulungsmaterialien zu erstellen.
  • Schulungsrelevanz für alle Mitarbeiter:innen. Mitarbeiter:innen möchten ihre Zeit nicht mit langweiligen oder irrelevanten Kursen verschwenden. AlphaSights musste sicherstellen, dass jeder seiner Kurse zweckdienlich war.

Die Lösung

AlphaSights entschied sich für kollaboratives Lernen, um seine Onboarding-Programme dynamischer und interaktiver zu gestalten.

Dank einer Collaborative Learning-Plattform konnte das Unternehmen sein institutionelles Wissen nutzen, indem es internen Expert:innen (z. B. aus dem Projektmanagement oder der Teamleitung) die Möglichkeit gab, auf Anfrage neue Kurse zu erstellen. Da die spezifischen Fähigkeiten und das Fachwissen der Mitarbeiter:innen in die Kurserstellung einfloss, konnte die unmittelbare Relevanz aller Schulungsmaterialien gewährleistet werden. Durch die Tatsache, dass mehr Menschen in den gesamten Prozess integriert waren, konnten die Kurse außerdem schneller und effizienter denn je konzipiert, erstellt und genutzt werden.

Mithilfe dieser internen Expert:innen konnte das L&D-Team seinen zweiwöchigen, persönlichen Onboarding-Kurs in ein ansprechenderes, digitales Programm umwandeln. Durch das neue 15-stündige, digitale Schulungsprogramm und die ergänzenden gleichzeitigen Sitzungen erhalten die Mitarbeiter:innen mehr Gelegenheiten für Feedback und Engagement.

Der Effekt

Um den Erfolg dieser neuen Strategie des kollaborativen Lernens im Unternehmen zu erfassen, zeichnete das Professional-Development-Team von AlphaSights die Rückmeldungen, das Engagement und die Prüfungsergebnisse auf. Dabei wurde festgestellt, dass:

  • 97 % der Rückmeldungen auf den Kurs positiv waren, was darauf hindeutet, dass die neuen Mitarbeiter:innen die Schulungen für nützlich und relevant hielten.
  • 98 % der neuen Mitarbeiter:innen der Meinung waren, dass ihre digitale Schulung sie effektiv auf die kollaborativen Live-Veranstaltungen vorbereitete.
  • 99 % der neuen Mitarbeiter:innen den digitalen Schulungsansatz als sehr intuitiv empfanden.

Darüber hinaus konnte das AlphaSights-Team 240 Expert:innen für die Mitarbeit an diesen digitalen Schulungsprogrammen gewinnen. Dadurch konnte das Team durchschnittlich 27 neue Kurse pro Monat bereitstellen. Dank der demokratisierten Collaborative Learning-Plattform kann AlphaSights nun den Anforderungen der Lernenden besser entsprechen.

Mehr erfahren: So schaffen Sie ein effektives Umfeld für kollaboratives Lernen

Was ist Collaborative Learning

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Appen vereinfacht sein virtuelles Lernangebot dank einer Lösung für kollaboratives Lernen

Appen ist ein international tätiges Unternehmen, das Bilder, Texte, Audio- und Videodaten sowie andere Daten sammelt und typisiert, um einige der weltweit innovativsten Systeme für künstliche Intelligenz (KI) zu entwickeln und zu verbessern. Das Unternehmen liefert seinen Kund:innen jene Informationen, die sie für die Einführung von maschinellem Lernen und KI-Tools in vielerlei Branchen benötigen, darunter die Automobilbranche, das Gesundheitswesen, Finanzdienstleistungen und der Einzelhandel.

Durch das Wachstum von Appen wurden bestehende Lerntools immer unübersichtlicher und schwieriger zu verwalten. Eine Collaborative Learning-Lösung half dem Unternehmen, all seine zahlreichen Funktionen in einem intuitiven Tool zu bündeln.

Die Herausforderung

Das Team von Appen ist in einer Branche tätig, in der sich Technologien, Wettbewerb und Zielmärkte ständig verändern und weiterentwickeln. Daher muss Appens L&D-Team die Schulungsprogramme ständig an neue Produkte, Prozesse und Geschäftsschwerpunkte anpassen.

Das Appen-Team musste eine Lernstrategie entwickeln, die ihm insbesondere Folgendes ermöglichte:

  • Weniger Zeitaufwand für das Onboarding neuer Kund:innen und Mitarbeiter:innen. Jahr für Jahr stellt Appen über 100 neue Mitarbeiter:innen ein und muss sie in einer weit verstreuten und globalen Umgebung einarbeiten. Zudem verbrachte das Professional-Services-Team von Appen 12 Stunden mit der persönlichen Schulung jeder neuen Kundin und jedes neuen Kunden.
  • Bündeln bestehender Lerntools. Da Appen (und die Branche insgesamt) weiterhin schnell wuchs, erkannte das L&D-Team des Unternehmens, dass die bestehenden Lerntools immer komplexer wurden. So mussten die Mitarbeiter:innen z. B. allein für eine Datenschutzschulung fünf verschiedene Tools verwenden. Das sorgte bei den Lernenden für Verwirrung und nahm unnötig viel Zeit in Anspruch.

Das L&D-Team musste seine Prozesse generell optimieren, um dem Unternehmen die nötige Flexibilität zu geben, die es für eine gute Wettbewerbsfähigkeit auf dem schnelllebigen Markt braucht.

Die Lösung

Appen vereinfachte seine Prozesse und wechselte zu einem All-in-one-Tool, das auf kollaborativem Lernen basiert.

Im Gegensatz zu vielen LMS- und LXP-Tools, die nur einen Teil des Lernprozesses unterstützen, ermöglicht eine umfassende Collaborative Learning-Plattform Appen die Unterstützung des L&D-Teams, der Kursverfasser:innen sowie der Lernenden in nur einem einzigen System.

Das gesamte Angebot wurde schlanker und effizienter. Die Foren für die Schulungsmodule tragen dazu bei, den Zeitaufwand für das Onboarding neuer Mitarbeiter:innen und Kund:innen zu verringern, indem sie integrierte kollaborative Feedback-Prozesse schaffen. Lernende können im Forum Fragen stellen, die von Expert:innen einmalig für alle beantwortet werden. Das erspart dem L&D-Team die Beantwortung sich wiederholender Fragen und versorgt neue Teilnehmer:innen mit den richtigen Informationen, ohne dass sie ihre Schulungen unterbrechen müssen.

Appens L&D-Team konnte auch den Prozess der Inhaltserstellung dezentralisieren, indem es unternehmensinterne Expert:innen bei der Erstellung nützlicher und relevanter Schulungsmaterialien unterstützte. Heute kann Appen sowohl Mitarbeiter:innen als auch neue Kund:innen schneller in neue Funktionen und Prozesse einarbeiten, indem es die unmittelbaren Erkenntnisse der Expert:innen nutzt.

Der Effekt

Durch die Digitalisierung von Schulungen, die Optimierung des Prozesses zur Inhaltserstellung und die Verbesserung der Onboarding-Prozesse konnte Appen innerhalb von drei Monaten 102 Schulungstage einsparen und den Zeitaufwand für das Onboarding neuer Kund:innen um 50 % reduzieren. Collaborative Learning spart nicht nur Zeit im gesamten Unternehmen, sondern verkürzt auch die Einarbeitungszeit für neue Mitarbeiter:innen und Kund:innen, sodass sich diese schneller zurechtfinden und rascher geschult werden können.

Darüber hinaus ermöglicht die Flexibilität von 360Learning Suite dem L&D-Team von Appen, in Echtzeit auf den Lernbedarf einzugehen und alles an einem Ort zu bündeln. Beim neuen Sales-Enablement-Training kann das Team z. B. Pitches und Demos üben und Coaching remote erhalten – alles auf einer einzigen Plattform.

Flexport wächst und expandiert flexibel dank hybrider Personalentwicklung

Flexport ist ein international tätiges Unternehmen, das in der Luft oder auf See, mit der Bahn oder LKWs Fracht für einige der größten Marken der Welt transportiert. Flexport unterscheidet sich von anderen Anbietern dadurch, dass das Unternehmen während des gesamten Versandprozesses auf Software zurückgreift, die seinen Kund:innen mehr Transparenz bietet als herkömmliche Versand- und Frachtmethoden.

Die Herausforderung

Flexport stand vor der Herausforderung, ein globales L&D-Team von Grund auf neu aufzubauen. Dazu musste das Unternehmen aber zunächst eine Strategie festlegen. Sowohl bei zentralisierten als auch bei dezentralisierten L&D-Strukturen gibt es potenzielle Probleme:

  • Ein zentralisiertes Freigabeverfahren hätte mit dem Wachstum des Unternehmens nicht Schritt halten können, weil Flexports Unternehmenskultur sehr wachstumsorientiert ist. Da die Teams in allen Unternehmensbereichen – wie Vertrieb, Entwicklung und Finanzwesen – in einem rasanten Tempo arbeiten, um mit den Anforderungen des Marktes Schritt zu halten, war ein rein zentralisierter Lernansatz, bei dem alles über das (sehr kleine) L&D-Team des Unternehmens läuft, weder praktikabel noch machbar.
  • Ein vollständig dezentralisiertes L&D-System hätte wiederum zu abgeschotteten Informationen und verschwendeter Zeit führen können. Flexport musste also auch eine Form des zentralisierten Lernens einführen, um sicherzustellen, dass jedes Team mit unternehmensweiten Schulungsrichtlinien und Best Practices vertraut ist, die direkt vom L&D-Team stammen. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte Flexport einen isolierten Lernansatz – jedes Team nutzte unterschiedliche Plattformen und Standards für Schulungen, was zu einem doppelten Aufwand im gesamten Unternehmen führte.

Um diese Herausforderungen zu meistern, musste die Personalentwicklung von Flexport das richtige Gleichgewicht zwischen dezentralisierten und zentralisierten Lernansätzen finden.

Die Lösung

Flexport entwarf eine Hybridlösung, die sowohl Elemente des zentralen als auch des dezentralen Lernens enthält.

Das L&D-Team von Flexport nimmt eher eine beratende Funktion ein, um den spezifischen Schulungsbedarf der einzelnen Teams zu organisieren und den Austausch zu erleichtern. Die eigentliche Kurserstellung obliegt hingegen den einzelnen Teams und den Expert:innen, die über das nötige Wissen und die Erkenntnisse verfügen, um anderen beim Lernen zu helfen.

Nach der Erstellung von Schulungsmaterialien, die sie für geeignet halten, arbeiten die einzelnen Teamleiter:innen regelmäßig mit der L&D-Abteilung zusammen, um die Lernerfolgskriterien festzulegen, die für die Funktion ihres Teams innerhalb des Unternehmens relevant sind. Das Entwicklungsteam konzentriert sich z. B. auf die Produktivität oder die Produktfreigabezyklen, während das Vertriebsteam sich auf Techniken zur Erfüllung der Quoten spezialisiert.

Der Effekt

Durch diesen hybriden Lernansatz konnte Flexport seine L&D-Prozesse auf eine für das Unternehmen besonders sinnvolle Weise anpassen und verbessern. Dank der Dezentralisierung der Kurserstellung und der Beteiligung von Expert:innen bei der Gestaltung dieser Schulungsmaterialien kann Flexport jetzt schneller als je zuvor Kurse entwerfen und bereitstellen. Regelmäßige Treffen der einzelnen Teamleiter:innen mit dem L&D-Team tragen außerdem dazu bei, die Zusammenarbeit und Flexibilität zu fördern, die ein rasch wachsendes Unternehmen wie Flexport benötigt.

Zugleich haben alle Teams von Flexport ihre Schulungen auf einer speziellen Plattform zentralisiert, die vom L&D-Team betreut wird. Alle Kurse werden am selben Ort angeboten, sodass die Teams keinen doppelten Aufwand mehr haben: Wenn ein Kurs zu einem bestimmten Thema bereits existiert, kann er einfach überarbeitet werden, anstatt dass er von Grund auf neu erstellt werden muss.

Die Methoden des kollaborativen Lernens bringen Unternehmen auf den Erfolgskurs

Da kollaboratives Lernen eine so radikal andere Art der Organisation und Verteilung von Informationen darstellt, hat es nicht nur enorme Vorteile für Ihre L&D-Aktivitäten, sondern auch für die gesamte Lernkultur Ihres Unternehmens. Dank Collaborative Learning können Sie jedes Ihrer Teams optimal auf die Herausforderungen der kommenden Jahre vorbereiten.

Es gibt unzählige Möglichkeiten, um Elemente von Collaborative Learning in Ihrem Unternehmen zu nutzen – von kleinen Anpassungen Ihres Onboarding-Programms bis hin zu einer kompletten Überarbeitung der L&D-Abteilung. Sie können klein anfangen und sich steigern oder Collaborative Learning mit einem herkömmlichen LMS kombinieren.

Bereit, kollaboratives Lernen in Ihrem Unternehmen einzuführen? 4 Wege zu kollaborativem Lernen am Arbeitsplatz finden Sie hier.


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