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So steigern Sie Ihren Geschäftswert mit Personalentwicklung

Mit Personalentwicklung Geschäftswert schaffen – was bedeutet das für Sie?

Die Antwort hängt ganz von den individuellen Zielen und Werten Ihres Unternehmens ab. 

Sind die Aktionäre Ihres Unternehmens in erster Linie an den Gewinnen interessiert, kann der geschäftliche Mehrwert anhand der Erträge, die Ihr Unternehmen mit einer neuen Initiative erzielt, daran wie ein Projekt zur Steigerung der Kundenzufriedenheit und -treue beiträgt oder anhand der Rentabilität der Investition insgesamt definiert werden. 

Andere Unternehmen wiederum sehen ihren Geschäftswert eher in Projekten, die mit ihren Corporate Responsibility-Zielen wie Nachhaltigkeit und Wohlbefinden der Mitarbeitenden im Einklang stehen.

Darüber hinaus lässt sich geschäftlicher Mehrwert auch anhand der Produktivität Ihrer Mitarbeiter:innen, ihrem geleisteten Beitrag zum Unternehmen und ihrer Fähigkeit, mit Kolleg:innen zusammenzuarbeiten, messen.

Was bedeutet das alles nun für Ihre Personalentwicklungsstrategie? Um den größtmöglichen Nutzen aus Schulungen zu ziehen, müssen Führungskräfte ein klares Bild der Bedeutung des Geschäftswertes für ihr Unternehmen vor Augen haben und diesen für bestmögliche Ergebnisse in den Mittelpunkt einer jeden leistungsorientierten Schulung rücken. 

Mit diesen 6 Schritten steigern Sie den geschäftlichen Nutzen Ihrer Schulungen

Schritt 1: Stimmen Sie die Inhalte Ihrer Schulungen auf die Kernziele Ihres Unternehmens ab

Schulungen können teuer sein. Leicht kann man leicht zu dem Schluss kommen, sie hätten ihre erwartete Wirkung verfehlt. Indem Sie sie allerdings auf Ihre Unternehmensziele abstimmen, können Sie sicherstellen, dass sich jeder leistungsorientierte Kurs positiv auswirkt, auch wenn die Ergebnisse nicht immer messbar scheinen. 

Zu Beginn sollten Sie die Kernziele Ihres Unternehmens noch einmal ermitteln und überprüfen. Wurden die Ziele noch nicht festgehalten, sollten Sie ein Führungsteam oder eine Gruppe interessierter Mitarbeiter:innen aus verschiedenen Abteilungen (z. B. aus dem Vertrieb, dem Marketing und der Personalabteilung) zusammentrommeln und ihre Beiträge einholen. Sobald Sie eine Liste mit allgemeinen Zielen für das Jahr oder das Quartal erstellt haben, verbessern Sie diese, indem Sie sie SMART machen: spezifisch, messbar, erreichbar, relevant und terminiert. 

Lesen Sie auch: Wie Sie mit 3 datengestützten Modellen die Rentabilität Ihrer Schulungen nachweisen (+ gratis ROI-Rechner)

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Nun können Sie gemeinsam mit Expert:innen der einzelnen Abteilungen Schulungsinhalte festlegen, die den Mitarbeiter:innen dabei helfen, diese Unternehmensziele zu erreichen – also jene Fähigkeiten, die sie erwerben müssen, um alle Ziele erfolgreich zu meistern. Schließlich ist ein gut ausgebildetes Team das größte Kapital eines Unternehmens. Durch schnelles Lernen und Anpassbarkeit bleibt Ihr Unternehmen auf dem sich stetig wandelnden Markt wettbewerbsfähig.

Der Erstellungsprozess für Schulungsmaterialien kann entmutigend wirken. Doch lassen sie sich dadurch nicht beirren. Konzentrieren Sie sich darauf, Ihre Kursinhalte für bestmögliche Ergebnisse auf die Kernziele Ihres Unternehmens abzustimmen. Stellen Sie ein Expertenteam zusammen, das Sie bei der Ideenfindung, der Entwicklung und der endgültigen Erstellung des Schulungsmaterials unterstützt. Dieser Schritt kann einiges an Zeit in Anspruch nehmen, doch richtig umgesetzt, führt er zu einem soliden leistungsorientierten Schulungsrahmen, der über viele Jahre hinweg immer wieder überarbeitet und genutzt werden kann.

Das Verständnis Ihres Geschäftswertes stellt jedoch nur die Spitze des Eisbergs dar. Bei der Erstellung von Schulungsmaterial ist es wichtig, die Kriterien für den Erfolg Ihrer Kurse festzulegen. Woher wollen Sie sonst wissen, ob Ihre Materialien bzw. Kurse tatsächlich zur Erreichung Ihrer Ziele beitragen? 

Daher wäre es sinnvoll, geeignete Kennzahlen wie Key-Performance-Indicators (KPIs) für die Bewertung der Ergebnisse im Laufe der Zeit festzulegen. KPIs sollten dabei sowohl quantitative Kennzahlen (z. B. Umsatz, Konversionsraten, Personalfluktuation und Produktivität) als auch qualitative Kennzahlen (z. B. Kundenfeedback sowie Kunden- und Mitarbeiterzufriedenheit) umfassen. Darüber hinaus sollten sich diese Kennzahlen mit den konkreten Verantwortlichkeiten Ihrer Interessengruppen überschneiden – und nicht nur dem Eigenlob dienen.

Beschränken Sie sich dabei nicht auf kurzfristige oder einmalige Ergebnisse. So kann es beispielsweise nach der Einführung einer Datenpipeline zur Nutzung zeitnaher Kundeninformationen zu einem spontanen Umsatzsprung kommen. Dieser Aufschwung ist jedoch nicht von Dauer, wenn das Vertriebsteam nicht dazu in der Lage ist, langfristige Kundenbeziehungen aufzubauen. 

Bei der Erstellung von Schulungsmaterial ist es wichtig, die Kriterien für den Erfolg Ihrer Kurse festzulegen.

Schritt 2: Wählen Sie Schulungsmethoden strategisch aus

Ein wichtiger Aspekt bei der Erstellung eines leistungsorientierten Schulungsprogramms ist die Entscheidung, auf welche Weise die Informationen vermittelt werden sollen. Die Wahl einer geeigneten Schulungsmethode ist für die Schaffung eines erfolgreichen Lernumfelds von großer Bedeutung. 

Leider erreichen die meisten Unternehmen bei ihren Kursen eine durchschnittliche Abschlussquote von lediglich 20-30 %. Es liegt auf der Hand, dass herkömmliche Top-down-Kurse ganz bestimmt nicht die effektivste Methode zur Wissensvermittlung sind und sich das ernsthafte Interesse der Mitarbeiter:innen daran in Grenzen hält. Ein interaktiverer Ansatz, der auf Collaborative Learning basiert, kann hingegen zu größerem Engagement beitragen und somit die besten Voraussetzungen dafür schaffen, dass sich Ihre Schulungen tatsächlich auf die wichtigsten KPIs auswirken. 

Collaborative Learning ist ein Prozess, bei dem sich die Mitarbeiter:innen gegenseitig helfen, neue Fähigkeiten zu erlernen und ihr vorhandenes Wissen zu erweitern. Im Rahmen von Gruppenschulungen tragen die einzigartigen Talente, Ideen und das institutionelle Fachwissen einer jeden Person dazu bei, die Lernerfahrung für alle zu verbessern.

Collaborative Learning | 360Learning
Collaborative Learning ist ein Bottom-up-Ansatz, der auf Peer Learning und Dezentralisierung beruht.

Schritt 3: Antizipieren Sie Unterschiede zwischen Ihren Teams

Mit einem universellen Schulungsansatz lassen sich keine herausragenden Ergebnisse erzielen. Daher ist es von größter Bedeutung, dass Sie Ihre Zielgruppen verstehen und Ihre leistungsorientierten Kurse auf deren jeweiligen Bedarf abstimmen.

Vertriebsmitarbeiter:innen sind z. B. stets auf der Suche nach neuen und besseren Möglichkeiten zur Vertriebssteigerung. Sehen wir uns das Beispiel Breadcrumbs etwas genauer an. Das dortige Marketingteam hat eine Online-Wissensdatenbank namens Revenuepedia erstellt, in der alles Wichtige rund um das Thema Umsatzsteigerung zu finden und speziell auf das Vertriebsteam zugeschnitten ist. Der schnelle Online-Zugang zu diesen Schulungen ist ideal für reisende Vertriebsmitarbeiter:innen, die keine Zeit haben, an langwierigen, von Schulungsleiter:innen gehaltenen Kursen teilzunehmen. Darüber hinaus ist dieses Vorgehen ein hervorragendes Beispiel für Peer Learning.

Unabhängig von der Zielgruppe sollten Sie Ihre Schulungen außerdem möglichst ansprechend gestalten, sodass die Lernenden bei der Sache bleiben und die Informationen auch wirklich behalten. Dabei kann z.B. der Einsatz inspirierender Kurzgeschichten helfen, damit sich die Mitarbeiter:innen persönlich angesprochen fühlen. Das stärkt die Motivation und führt zu bestmöglichen Ergebnissen.

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Schritt 4: Vermitteln Sie das höhere Ziel hinter den Schulungen

Manchmal ist die Ausrichtung der Mitarbeiter:innen auf ein gemeinsames Ziel wie der Versuch, ein Kamel durch ein Nadelöhr zu bekommen. Dabei kann es hilfreich sein, Ihre OKRs (Objectives and Key Results) bereits im Vorfeld der Schulungen mitzuteilen – z. B. ganz einfach per E-Mail oder Zoom-Meeting. 

Erläutern Sie Mitarbeitenden die Vorteile, die sich bei Erreichung dieser OKRs ergeben. So kann Ihr Team erfassen, auf welche Weise ihre Teilnahme an den Schulungen zum Gesamterfolg des Unternehmens beiträgt – insbesondere wenn die Schulungsziele direkt mit den Kernzielen des Unternehmens verknüpft sind.

Indem Sie Ihr Team auf Erfolg einstimmen, erhöhen Sie die Chancen, alle mit ins Boot zu holen und können so Ihren Geschäftswert mit jeder kommenden Schulung steigern.

Achten Sie außerdem darauf, dass Ihre Kursinhalte realistisch und für die täglichen Geschäftsabläufe nützlich sind. Ihre Mitarbeiter:innen nehmen gerne an Schulungen teil, die ihnen dabei helfen, Ineffizienzen oder Engpässe in ihrem täglichen Arbeitsablauf zu überwinden.

So werden sich z. B. die Mitglieder Ihres Buchhaltungs- und Finanzteams für den neuen Drag-and-Drop-Website-Builder, den die Softwareentwicklung eingeführt hat, begeistern und eifrig lernen, wie sie mit nur wenigen Klicks kundenspezifische Finanzberichte erstellen können. Eine solche Schulung würde es ihnen ermöglichen, sich endlich der alten, mühsamen Aufgabe zu entledigen, manuelle Berichte in Excel zu erstellen, die nicht nur fehleranfällig sind, sondern auch wertvolle Zeit vergeuden und die Moral der Mitarbeiter:innen drücken. 

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Schritt 5: Holen Sie Feedback ein und passen Sie Ihren Ansatz entsprechend an

Achten Sie bei der Umsetzung Ihres Schulungsprogramms darauf, dass Sie die Rückmeldungen der Teilnehmer:innen und Interessengruppen berücksichtigen, um Methoden und Inhalte kontinuierlich zu verbessern. 

Nutzen Sie Wissenstests am Ende jeder Schulung, um einen Einblick in die Fortschritte Ihrer Lernenden zu erhalten. Um das Interesse der Lernenden aufrechtzuerhalten und sicherzustellen, dass sie die wesentlichen Konzepte verstehen, sollten Sie verschiedene Arten von Fragen wie Multiple Choice einsetzen oder durch die Erstellung von benutzerdefinierten Illustrationen, bei denen die Teilnehmer:innen auf die richtige Antwort im Bild klicken müssen, für Abwechslung sorgen.

Geschäftswert Personalentwicklung | 360Learning
360Learning bietet viele verschiedene Arten von Fragen zur Unterstützung Ihrer leistungsorientierten Schulungen.

Besonders wichtig ist, dass Sie nach den Schulungen ein Auge darauf behalten, ob es noch Fragen oder Unklarheiten gibt. Anhand von Fragen lässt sich feststellen, ob zusätzliche Schulungen erforderlich sind oder ob das aktuelle Material für bessere Ergebnisse optimiert werden muss. Vergessen Sie außerdem nicht, Feedback zu Ihrer Schulungsmethode einzuholen. Das Engagement und die Zufriedenheit Ihrer Mitarbeiter:innen sind der Schlüssel zum Erfolg.

Einige Wochen später sollten Sie sich zudem mit Abteilungsleiter:innen, Führungskräften und anderen wichtigen Interessengruppen darüber austauschen, wie sich die leistungsorientierten Mitarbeiterschulungen ihrer Meinung nach auf den Geschäftswert auswirken. Was hat sich bewährt und zu guten Ergebnissen geführt? Was funktioniert nicht so gut wie erwartet? Gibt es irgendwelche Verbesserungsvorschläge? Hören Sie aufmerksam zu und beziehen Sie das Feedback in kommende Schulungsprogramme mit ein.

Schritt 6: Messen Sie die KPIs und die Auswirkungen der Personalentwicklung auf die Kernzielen Ihres Unternehmens

Die Auswertung der Effizienz Ihrer Schulungen zählt zu den wichtigsten Aufgaben eines jeden L&D-Teams. Denn wie sollten Sie Verbesserungen umsetzen, wenn Sie nicht wissen, wie effektiv Ihre Kurse tatsächlich sind? 

Zum Glück gibt es viele verschiedene KPIs, die Ihnen eine fundierte Vorstellung davon vermitteln, wie gut Ihre Schulungsprogramme funktionieren. Mit den folgenden KPIs behalten Sie den Überblick über Ihre Kurse.

Personalfluktuation

Ein Anstieg der Personalfluktuation kann auf Unzufriedenheit mit der Leistung der Mitarbeiter:innen oder aber auf eine unzureichende Schulung durch das Management hindeuten – beides wesentliche Voraussetzungen für den Erfolg eines Unternehmens.

Mitarbeiterengagement und -zufriedenheit

Diese Informationen können auf Erfolg hindeuten, aber auch auf Schwierigkeiten in Bezug auf die Arbeitsmoral der Mitarbeiter:innen und die Auswirkungen auf die Gesamtproduktivität.

Umsatz

Wenn die Umsätze zurückgehen, sollten Sie schauen, ob Ihre Schulungen eventuell zu zeitaufwendig sind und das Verkaufsteam von seiner eigentlichen Aufgabe ablenken oder ob sie die relevantesten Themen beinhalten und sich mit den kritischsten Schwachstellen befassen.

Kundenabwanderung

Ein Rückgang der Kundenabwanderung gibt Auskunft über die positiven Auswirkungen Ihrer Schulungen auf Ihre Teams mit Kundenkontakt.

Leads

Eine zunehmende Anzahl von Leads deutet darauf hin, dass die Marketingteams erfolgreich neue Strategien in ihre Marketingkampagnen einbauen.

Kurz gesagt...

Personalentwicklung mit leistungsorientierten Schulungen steigert den Geschäftswert Ihres Unternehmens. Entscheidend dabei ist, dass die Führungskräfte ihre Ziele und ihr Vorgehen strategisch und transparent gestalten. Es gibt kein Patentrezept für Schulungen. 

Legen Sie fest, welche Unternehmensziele Sie erreichen wollen, und unterteilen Sie diese Ziele in spezifische Schulungseinheiten. Dabei kann es sich um etwas so Einfaches wie eine Vertriebsschulung oder etwas Komplexeres wie die Einführung einer neuen Buchhaltungssoftware handeln. 

Was auch immer die Schulungen beinhalten mögen – nehmen Sie sich die nötige Zeit, um das Thema richtig anzugehen. Passen Sie sich an Ihre Lernenden an. Gestalten Sie das Kursmaterial interaktiv und ansprechend. Geben Sie Ihren Mitarbeiter:innen das Gefühl, dass jede Schulung ihre Zeit Wert ist und zu ihrer beruflichen Weiterentwicklung beiträgt und sorgen Sie dafür, dass der daraus hervorgehende Mehrwert für das Unternehmen klar erkennbar ist.